Wirtschaft
Nur Dampf, kein CO2: In der Klimadiskussion haben die Kernkraftwerkbetreiber ein starkes Argument.
Nur Dampf, kein CO2: In der Klimadiskussion haben die Kernkraftwerkbetreiber ein starkes Argument.(Foto: REUTERS)
Montag, 10. Januar 2011

Neuer Kernenergieriese in den USA: Duke übernimmt Atom-Rivalen

Ein milliardenschweres Übernahmeprojekt sorgt im nordamerikanischen Energiemarkt für Aufsehen. Der US-Atomkonzern Duke Energy greift nach dem Meiler-Betreiber Progress. Es entsteht der größte Nuklearstromproduzent der Vereinigten Staaten. Das Volumen der Übernahme: Insgesamt 26 Mrd. Dollar.

Milliardengeschäft hinter grauen Fassaden: Duke Energy versorgt die USA mit Strom.
Milliardengeschäft hinter grauen Fassaden: Duke Energy versorgt die USA mit Strom.

Für rund 14 Mrd. Dollar kauft der US-Energiekonzern Duke Energy den Wettbewerber Progress. Duke steigt damit zum größten Versorger der Vereinigten Staaten auf. Das neue Unternehmen habe einen Firmenwert von 65 Mrd. Dollar, teilte Duke mit. Zusammen mit den Atomkraftwerken von Progress Energy steigt Duke zum wichtigsten Produzenten von Atomstrom in den USA auf.

Inklusive Schulden kommt die Übernahme auf ein Volumen von knapp 26 Mrd. Dollar. Bei dem Kauf fließt kein Bargeld. Als Kaufpreis will Duke Energy insgesamt 13,7 Mrd. Dollar in eigenen Aktien auf den Tisch legen und 12,2 Mrd. Dollar Schulden von Progress übernehmen.

Die Progress-Aktionäre erhalten pro Anteilsschein 2,6125 Duke-Aktien. Dies entspricht 46,48 Dollar pro Aktie und einem Aufschlag von rund vier Prozent auf den Progress-Schlusskurs vom Freitag. Die Übernahme soll bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Über den bevorstehenden Duke will Progress schlucken .

Von Eon abgewiesen

Duke hatte 2010 Interesse am US-Geschäft des deutschen Rivalen Eon gezeigt, ging aber leer aus. Eon verkaufte den Bereich für 7,6 Mrd. Dollar an den US-Versorger PPL.

Die Unternehmensspitze von Progress unterstützt die Offerte. Duke Energy geht davon aus, dass die Fusion bereits im ersten Jahr nach Abschluss den Gewinn steigern dürfte.

Die regionalen Schwerpunkte des neuen Energieriesen liegen in North Carolina, South Carolina, Florida, Indiana, Kentucky und Ohio. Zusammen kommen die beiden Energieversorger eigenen Angaben zufolge in diesen sechs Schwerpunktregionen auf mehr als sieben Millionen Kunden.

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Quelle: n-tv.de