Wirtschaft

Stromtrassen werden teuer Erdkabel kosten Milliarden

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Für den Bau der großen Stromautobahnen sind Erdkabel vorgesehen und keine Freileitungen mehr.

(Foto: dpa)

Für die neuen Stromtrassen von Nord nach Süd wollten Merkel, Gabriel und allen voran Seehofer Erdkabel statt Freileitungen. Nun schätzt das Wirtschaftsministerium, dass die Investition bis zu 8 Milliarden Euro kosten wird. Zahlen sollen das die Stromkunden.

Im Sommer hatten die Koalitionsspitzen im Zuge der Energiewende beschlossen, beim umstrittenen Bau der großen Stromautobahnen von Nord nach Süd vorrangig Erdverkabelung einzusetzen. Nun teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit: Diese Verabredung wird Milliarden kosten.

Laut Ministerium dürften die zusätzlichen Kosten für die Erdverkabelung statt der Freileitungen zwischen drei Milliarden und acht Milliarden Euro liegen. Dafür zahlen müssen die Stromkunden – über die Netzentgelte.

Anfang Juli hatten sich Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer nach monatelangem Streit um neue Überland-Trassen beim Ausbau der Stromnetze geeinigt. Allerdings nur, weil Merkel und Gabriel dem bayrischen Ministerpräsidenten entgegenkamen. Seehofer hatte durchgesetzt, dass bei der Gleichstromtrasse Erdkabel verlegt werden sollen. Die Regierung will den Beschluss vom Sommer nun in Kürze umsetzen.

Umgekehrt dürfte durch die Investition aber auch viel Geld eingespart werden, wenn durch einen raschen Leitungsausbau künftig Engpässe im Stromnetz beseitigt werden. Denn um das Netz bei schwankendem Wind- und Sonnenstrom stabil zu halten, werden für diese Eingriffe (Redispatch) aktuell hohe Ausgaben fällig. Der Netzbetreiber 50Hertz geht für das laufende Jahr bundesweit von 500 Millionen Euro aus.

Quelle: ntv.de, kpi/dpa

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