Wirtschaft
Mittwoch, 25. Mai 2011

Promotion mal anders: Ergo wirbt weniger

Nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Tage überdenkt die Ergo-Versicherungsgruppe ihr Werbekonzept. Der Slogan "Versichern heißt Verstehen" bleibt erhalten, nach der ans Licht gekommenen Sex-Affäre wird aber das Budget wohl gekürzt.

Ergo will weniger werben.
Ergo will weniger werben.(Foto: picture alliance / dpa)

Die durch eine Sex-Affäre in die Schlagzeilen geratene Ergo-Versicherungsgruppe fährt ihre Werbung zurück. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte eine Meldung des Marketing-Branchendienstes Horizont.net. Der Werbeauftritt werde vorerst nicht mehr im geplanten Umfang zu sehen sein. Grundsätzlich halte Ergo aber an dem Markenauftritt unter dem Motto "Versichern heißt Verstehen" fest.

Die Versicherungsgruppe hatte die Traditionsmarken Victoria und Hamburg-Mannheimer (HMI) unter den Namen Ergo zusammengefasst und eine große Werbekampagne gestartet. Im vergangenen Jahr belief sich das Budget auf etwa 50 Mio. Euro, für 2011 waren etwa 20 Mio. Euro vorgesehen.

Über die Stränge geschlagen

Die Versicherungsgruppe hatte in der vergangenen Woche einräumen müssen, dass bei einer Vertreter-Reise nach Budapest im Jahr 2007 eine organisierte Sex-Orgie gefeiert worden war. Bei der Veranstaltung waren nach Angaben von Ergo etwa 20 Prostituierte dabei. Die Versicherungsgruppe erwägt deshalb eine Strafanzeige gegen die damals Verantwortlichen.

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Angesichts der Sex-Affäre hatte Ergo zudem eine für kommendes Wochenende geplante Belohnungs-Reise von Top-Verkäufern nach Monaco abesagt. "Eine solche Reise passt aktuell nicht ins Umfeld", sagte ein Unternehmenssprecher. Die Vertriebsleute wollten in Monaco das Formel-1-Rennen anschauen.

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Quelle: n-tv.de