Wirtschaft

Baumarkt als Konjunkturbarometer Home Depot belegt den Aufschwung

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Wichtige Anlaufstelle für Bauherren und Hauseigentümer: Wenn der Parkplatz voll ist, klingeln die Kassen.

(Foto: REUTERS)

Starke Erholungssignale aus den USA: Der Einzelhandelsriese Home Depot verzeichnet im Baumarktgeschäft eine steigende Nachfrage. Der Immobilienmarkt zieht an. Der Spezialist für Heimwerkerbedarf rechnet mit mehr Umsatz und mehr Gewinn.

Das hören Börsianer an der Wall Street gerne: Der jüngste Zwischenbericht der US-Baumarktkette Home Depot deutet auf eine solide wirtschaftliche Entwicklung in den USA hin.

Home Depot
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Die Erholung auf dem US-Immobilienmarkt hat dem im Dow-Jones-Index notierten Konzern zu einem Gewinnsprung verholfen. Im dritten Quartal stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte auf 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um mehr als sieben Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar zu. Bei beiden Kennziffern hatten im Vorfeld befragte Analysten weniger erwartet.

Nach einem unerwartet starken Quartal kann Home Depot erneut seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr anheben - im laufenden Jahr ist es bereits die dritte Korrektur nach oben. Für das Gesamtjahr rechnet Home Depot nun mit einem verbesserten Ergebnis je Aktie von 3,72 Dollar. Der Umsatz soll um 5,6 Prozent zulegen. Bislang hatte die Baumarktkette ihren Aktionären einen Gewinn von 3,60 Dollar je Anteilsschein in Aussicht gestellt und ein Umsatzplus von 4,5 Prozent eingeplant.

Experten ließen sich von der Korrektur nur wenig beeindrucken: An der Wall Street ist Home Depot dafür bekannt, zunächst konservative Prognosen auszugeben und diese dann nach und nach zu erhöhen.

Der aktuelle Berichtszeitraum endete für Home Depot Anfang November und deckt im Geschäftsjahr des Einzelhändlers das dritte Jahresviertel ab. Im dritten Geschäftsquartal verdiente die weltgrößte Baumarktkette 0,95 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 0,90 Dollar gerechnet.

Das Unternehmen mit Sitz in Atlanta spürt konjunkturelle Entwicklungen vergleichsweise direkt über die Kaufneigung oder Kaufzurückhaltung der Heimwerker und Hausbesitzer. Home Depot liefert mit seinen Zahlen so eine recht gute Messlatte für die wirtschaftliche Lage in den USA. Nach der Finanzkrise, die den US-Immobilienmarkt ab 2007 schwer erschüttert hatte, steigen inzwischen die Immobilienpreise wieder an. Hausbesitzer gehen aufgeschobene Projekte an und geben mehr Geld aus.

Bemerkenswert sei, so meinten Beobachter, dass Home Depot nicht einfach nur von der allgemeinen Erholung auf dem Baumarkt profitiert habe, sondern auch von den eigenen operativen Maßnahmen. Home Depot schlage weiterhin den Konkurrenten Lowe's, was die Investoren mit Blick auf die Entwicklung des Aktienkurses sehr erfreue. Dieser habe sich nunmehr innerhalb von 27 Monaten annähernd verdreifacht, hieß es.

Investoren zeigten sich erfreut über die Home-Depot-Zahlen: Die Aktie stieg im New Yorker Vormittagshandel um 2,2 Prozent. Der kleinere Home-Depot-Konkurrent Lowe's will am Mittwoch seine Zahlen vorstellen.

Quelle: n-tv.de, mmo/DJ/rts

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