Wirtschaft
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Dienstag, 23. August 2016

Geständnis zu Prozessbeginn: Ex-BER-Bereichsleiter nahm Schmiergeld an

Eine weitere unschöne BER-Episode: Ein ehemaliger Prokurist steht wegen Schmiergeldvorwurfs vor Gericht. Der 48-Jährige leugnet nicht, gesteht sein Vergehen und bewertet es als falsch. Angeklagt sind zudem zwei weitere Männer.

Ein angeklagter Ex-Prokurist der Flughafengesellschaft des Hauptstadtflughafens BER hat vor Gericht zugegeben, von einem früheren Mitarbeiter einer Auftragsfirma Bestechungsgeld entgegengenommen zu haben. "Ich habe 150.000 Euro zu Unrecht erhalten. Es war falsch", sagte der 48-Jährige zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Cottbus.

Mit ihm auf der Anklagebank sitzen zwei Mitarbeiter der inzwischen insolventen Bauausrüsterfirma Imtech Deutschland, darunter der damalige Vorsitzende der Geschäftsleitung. Sie wollten sich laut Ankündigung ihrer Anwälte zu den Anklagevorwürfen im Prozessverlauf ebenfalls äußern.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin wirft dem ehemaligen Bereichsleiter der Flughafengesellschaft FBB vor, Ende 2012 das Schmiergeld angenommen zu haben. Im Gegenzug soll er sich innerhalb der FBB dafür eingesetzt haben, dass Nachtragsforderungen in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro ungeprüft überwiesen wurden. Empfänger des Geldes waren die Firma und eine Arbeitsgemeinschaft, an der sie beteiligt war.

Imtech hatte unter anderem an der Brandschutzanlage des Flughafens mitgearbeitet. Im Sommer 2015 musste das Unternehmen allerdings Insolvenz anmelden. Auch dem Mutterkonzern in den Niederlanden erging es so. Das Insolvenzverfahren für Imtech Deutschland wird voraussichtlich noch Jahre dauern, wie ein Sprecher des Hamburger Insolvenzverwalters mitteilte.

Quelle: n-tv.de