Wirtschaft

Trotz Überweisung an Lehman Ex-Vorstand steht Gehalt zu

Die bundeseigene KfW-Bank muss ihrem gekündigten Ex-Vorstand Detlef Leinberger vorerst weiter sein Gehalt zahlen. Die Bank macht ihn für eine Fehlüberweisung von 320 Mio. Euro verantwortlich.

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Die KfW kassiert vor Gericht eine Niederlage.

(Foto: REUTERS)

Die bundeseigene KfW-Bank muss ihrem Ex-Vorstand Detlef Leinberger vorerst weiter 27.403 Euro Gehalt im Monat zahlen. Das Landgericht Frankfurt habe dem Manager am Freitag recht gegeben, nachdem der gegen seine Entlassung geklagt hatte, berichtet die "Bild". Insgesamt gehe es um rund 330.000 Euro, da die Bank nach dem Urteil ihrem Ex-Vorstand bis zum Ende seines regulären Vorstandsvertrages im September 2009 Gehalt zahlen müsse.

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Detlef Leinberger

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Leinberger war nach der Fehlüberweisung von rund 320 Mio. Euro an die insolvente US-Bank Lehman Brothers im September 2008 fristlos gekündigt worden. Die KfW wirft dem damaligen Risiko-Vorstand vor, die Transaktion nicht verhindert zu haben, obwohl sich die Lehman-Pleite schon abzeichnete.

Die Kündigung des Managers war laut Urteil des Landgerichts möglicherweise wegen Formfehlern unwirksam. Der KfW-Verwaltungsrat soll der Kündigung zwar schriftlich zugestimmt haben, wie "Bild" schreibt. Laut Urteil fehle in der Niederschrift über den Beschluss aber das Datum.

Quelle: ntv.de, dpa