Wirtschaft

87 statt 50 Millionen Facebook gab viel mehr Nutzerdaten frei

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Die Daten sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten ausgewertet und genutzt worden sein.

imago/Ralph Peters

Seit bekannt wurde, dass Facebook die Daten von 50 Millionen Nutzern an eine Analysefirma weitergab, steckt das soziale Netzwerk in der Krise. Die könnte sich nun ausweiten – denn offenbar sind noch viel mehr Nutzer als bisher bekannt betroffen.

Der Datenskandal bei Facebook hat deutlich größere Dimensionen als bislang angenommen. Insgesamt seien die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern "unzulässig" mit der britischen Datenanalysefirma Cambridge Analytica geteilt worden, teilte der Technologiechef von Facebook, Mike Schroepfer, mit. Bisher war von rund 50 Millionen betroffenen Nutzern ausgegangen worden.

Die Daten sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und genutzt worden sein. Behörden in den USA wie in Großbritannien haben deshalb Ermittlungen eingeleitet.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich für den Datenmissbrauch entschuldigt und eine Reihe von Reformen in dem Onlinenetzwerk angekündigt. In einem Interview sagte er aber auch, es werde "einige Jahre" brauchen, um die Probleme mit dem Schutz von Nutzerdaten zu beheben.

Am Mittwoch kommender Woche will Zuckerberg im US-Kongress zu dem Skandal aussagen. Zuckerberg werde dann vom Handelsausschuss des Repräsentantenhauses angehört, teilten Mitglieder des Gremiums am Mittwoch in Washington mit.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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