Wirtschaft

Zweifel an Urabstimmung Fahrgäste verlangen Aufklärung von GDL

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Hat die GDL bei der Abstimmung über den Streik die Mindestzustimmung von 75 Prozent erreicht?

(Foto: picture alliance / dpa)

Ging bei der Abstimmung der Lokführer über den Bahnstreik alles mit rechten Dingen zu? Hinsichtlich dieser Frage verlangt nun auch der Fahrgastverband Pro Bahn Aufklärung von der GDL. Die Gewerkschaft hatte die Vorwürfe bereits zurückgewiesen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert von der Lokführergewerkschaft GDL die Aufklärung von Vorwürfen, bei der Urabstimmung zum Bahnstreik sei es zu Unstimmigkeiten gekommen. Die GDL dürfe Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Bahnstreiks "nicht aussitzen", sagte Pro-Bahn-Sprecher Gerd Aschoff der "Bild am Sonntag". Der Deutsche Beamtenbund (DBB), zu dem die GDL gehört, hat unterdessen die von der Lokführergewerkschaft beantragte Streikhilfe weiter nicht ausgezahlt. Prüfung und Abrechnung liefen noch, sagte ein Sprecher der Zeitung.

Die GDL hatte Anfang der Woche Vorwürfe vehement zurückgewiesen, wonach bei der Urabstimmung über Streiks die erforderliche Mindestzustimmung von 75 Prozent nicht erreicht worden sei. Die Gewerkschaft warf der Bahn vor, ein entsprechendes Gerücht lanciert zu haben. Der Konzern wiederum wies dies zurück.

Die Lokführergewerkschaft hatte zuletzt am vergangenen Wochenende mit einem 50-stündigen Ausstand den Personen- und Güterverkehr lahmgelegt, bis zum 2. November gilt nun erst einmal eine Streikpause. Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Bei dem Streik geht es auch darum, dass die GDL mit der Bahn über sämtliche Berufsgruppen verhandeln will - nicht nur über die Lokführer. Für andere Beschäftigte der Bahn war bislang die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zuständig.

Quelle: ntv.de, kst/AFP