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Stairway to Börsenheaven Fender plant IPO

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Wirkung über den Tod hinaus: Fender Stratocaster von Jimi Hendrix

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Jeder Musikfan kennt sie. Bald kann er sie sich auch leisten - wenn auch nur in Aktienform. Fender, der bekannteste Gitarrenhersteller der Welt, plant den Börsengang. Bis zu 200 Mio. Dollar will das Unternehmen einsammeln und so der bewegten Firmengeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.

Eric Clapton hat eine, Sting auch. Led Zeppelins "Stairway to Heaven" machte sie ebenso weltbekannt wie das virtuose Spiel von Jimi Hendrix auf ihnen. Die Rede ist von E-Gitarren aus dem Hause Fender. Den legendären Hersteller aus den USA, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1946 zurückreichen, zieht es nun an die Börse. Laut Börsenprospekt will die Fender Musical Instruments Corporation bis zu 200 Mio. Dollar bei Investoren einsammeln.

Neben E-Gitarren produziert Fender auch akustische Gitarren, Bassgitarren und Gitarrenverstärker. Das wohl bekannteste Modell ist die E-Gitarre Stratocaster aus dem Jahr 1954, bei deren Entwicklung Firmengründer Leo Fender noch selbst Hand angelegt hatte. Die Stratocaster wird bis heute weitgehend unverändert gebaut.

In der Gewinnzone

Fender bezeichnet sich selbst als die Nummer eins unter den Gitarrenherstellern. Der Umsatz war im vergangenen Jahr um satte 14 Prozent auf 700,6 Mio. Dollar gewachsen (528 Mio. Euro). Unterm Strich verdiente das Unternehmen 3,2 Mio. Dollar nach einem zwischenzeitlichen Verlust im Jahr 2010 von 17,3 Mio. Dollar.

Der Gitarrenbauer hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Gründer Leo Fender verkaufte sein Lebenswerk aus gesundheitlichen Gründen 1965 an den Unterhaltungskonzern CBS. Doch CBS wusste so recht nichts anzufangen mit dem Geschäft. 1985 übernahm eine Gruppe von Mitarbeitern und Investoren Fender und wagte einen Neustart. Mit dem Börsengang kann sich nun jeder Fender-Fan einen Anteil an der Firma kaufen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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