Wirtschaft
Der "Hobbit" reicht an die Erwartungen nicht heran.
Der "Hobbit" reicht an die Erwartungen nicht heran.(Foto: dpa)
Mittwoch, 06. Februar 2013

"Hobbit" ist nicht "Harry Potter": Fernsehen rettet Time Warner

Unterhaltung ist ein Multimilliarden-Dollar-Geschäft in den USA. Das meiste Geld wirft dabei das Fernsehen ab. Das zeigt sich nach der Walt Disney-Bilanz auch bei der Konkurrenz Time Warner. Selbst mit dem "Hobbit" konnte der US-Medienriese die Zuschauer nicht ausreichend von der heimischen Couch herunter locken.

Ein gut laufendes Fernsehgeschäft hat dem US-Medienkonzern Time Warner die Bilanz gerettet. Denn in der Film- und der Verlagssparte musste das Unternehmen im vierten Quartal Umsatzrückgänge hinnehmen. "Der Hobbit" und "Argo" konnten an den Kinokassen nicht so viel einspielen, dass die Einnahmen an den Vorjahreszeitraum herangereicht hätten. Damals war der letzten Teil der "Harry Potter"-Reihe auf DVD erschienen; auch das Videospiel "Batman: Arkham City" hatte viele Käufer gefunden.

Der Konzernumsatz stagnierte letztlich im Schlussquartal bei 8,2 Mrd. Dollar. Der Gewinn dagegen stieg dank geringerer Kosten um die Hälfte auf unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar (888 Mio Euro), wie Time Warner am Sitz in New York bekanntgab. Die Verlagssparte mit namhaften Zeitschriften wie "Time", "People" und "Sports Illustrated" hatte erst jüngst verkündet, fast 500 Jobs streichen zu wollen.

Verlässlichster Geldbringer bei Time Warner sind mit Abstand die Fernsehsender, die etwa zwei Drittel zum operativen Gewinn beisteuern. Zum Konzern gehören der Unterhaltungskanal TNT, das Nachrichten-Flaggschiff CNN sowie die in den USA beliebten Spielfilm- und Serienkanäle des Bezahlsenders HBO. Sie finanzieren sich durch Werbung oder Abogebühren. Auch der größere Rivale Walt Disney hatte zuletzt mit seinen Fernsehsendern Kasse gemacht. Die Anleger zeigten sich in beiden Fällen mit dem Abschneiden zufrieden. Die Disney-Aktie stieg um 1 Prozent, Time Warner legte sogar um 4 Prozent zu.

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Quelle: n-tv.de

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