Wirtschaft
Montag, 30. August 2010

Zuschlag für Aurelius: Finanzinvestor kauft "Traumschiff"

(Foto: dpa)

Das ZDF-"Traumschiff" "MS Deutschland" gehört künftig mehrheitlich dem Münchner Finanzinvestor Aurelius. Der Verkauf stärkt die Kapitalbasis der Reederei Peter Deilmann mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Aurelius übernimmt damit eine Mehrheitsbeteiligung an der Reederei.

"Wir sind froh, nach stürmischen Monaten einen sicheren Hafen bei einem langfristigen Investor gefunden zu haben", sagte Deilmann- Geschäftsführerin Hedda Deilmann. Die Kartellbehörden und die Banken müssen der Transaktion noch zustimmen.

Der langfristige Betrieb der "Deutschland" als "Traumschiff im Luxussegment" sei gesichert, sagte der Vorstandsvorsitzende von Aurelius, Dirk Markus. Die Reederei Peter Deilmann stehe mit dem Traumschiff für Reiseerlebnisse in bester Kreuzfahrttradition. "Wir werden diese Positionierung weiter ausbauen und das Unternehmen bei seiner weiteren Entwicklung aktiv unterstützen", sagte Markus.

Krise bei Flusskreuzfahrten

Die Reederei Deilmann hatte im Sommer 2009 für ihre Flusskreuzfahrtsparte Insolvenz anmelden müssen, weil viele Buchungen aus Großbritannien und den USA als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise ausgeblieben waren. Wegen der Insolvenz hatte das Unternehmen rund die Hälfte seines Umsatzes verloren. Im Sommer 2010 mussten zudem mehrere Reisen des Hochseekreuzfahrtschiffes "Deutschland" abgesagt werden, nachdem ein Feuer im Maschinenraum einen Schaden in Höhe von rund zwei Millionen Euro angerichtet hatte.

Das Familienunternehmen Deilmann erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Das Unternehmen wird seit dem Tod von Firmengründer Peter Deilmann im November 2003 von seinen Töchtern, den Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann geführt.

Quelle: n-tv.de