Wirtschaft

Rubel klettert weiter aus Tief Friedens-Hoffnung beflügelt Moskauer Börse

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Die Moscow Exchange ist die führende russische Börsenplattform für Aktien, Anleihen, und Devisen in Russland.

REUTERS

Trotz der jüngsten Rückschläge für die Waffenruhe in der Ostukraine stimmt die Aussicht auf ein Ende des Konflikts die Anleger an der russischen Börse positiv: Die Kurse an der Moskauer Börse steigen weiter. Das hat aber auch noch einen weiteren Grund.

Die Hoffnung auf ein Ende der Gefechte in der benachbarten Ostukraine hat der russischen Börse Auftrieb gegeben. Der Moskauer Aktienindex RTS stieg um bis zu drei Prozent und auch die russische Währung legte zu.

US-Dollar / Rubel
US-Dollar / Rubel 66,51

Der Dollar verlor zeitweise etwa ein halbes Prozent auf 62,182 Rubel. Am Tiefpunkt des Rubel-Verfalls im vergangenen Dezember mussten für einen Dollar noch fast 80 Rubel gezahlt werden. Allerdings hatte der Dollar im vergangenen Jahr, bevor sich die Krise in der Ostukraine zugespitzt hatte, lange Zeit nicht mehr als 40 Rubel gekostet - im Umkehrschluss hat der Rubel zwischen Januar und Dezember 2014 über 40 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA und eines Kommandeurs einer regierungstreuen ukrainischen Miliz ziehen sich ukrainische Kämpfer aus der hart umkämpften Stadt Debalzewe zurück. Daneben profitierte die russische Börse von den steigenden Preisen für das wichtige Exportgut Rohöl. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee hatte sich am Vortag auf bis zu 63 Dollar je Barrel verteuert und kostete am Mittwochmorgen noch 62,19 Dollar.

Die Sanktionen des Westens belasten die russische Wirtschaft derzeit erheblich, das Land schlittert einer Rezession entgegen. Mit den wieder steigenden Ölpreisen erholt sich jedoch der russische Aktienmarkt nach und nach: Seit Jahresbeginn hat der Preis für die Rohöl-Sorte Brent um mehr als 8 Prozent zugelegt, der RTS-Index im selben Zeitraum um 15,5 Prozent. Auf Jahressicht weist der Moskauer Index allerdings noch einen Verlust von fast 30 Prozent auf.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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