Wirtschaft

Gebührenpflichtige Narrenfreude Gema hält die Hand auf

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Kaum gezügelter Frohsinn: Mit Verwaltungskosten in Höhe von 14 Prozent liegt die Gema weit unter der Quote mancher Hilfsorganisation.

(Foto: REUTERS)

Der Karneval ist für die Musikverwertungsgesellschaft Gema ein gutes Geschäft. Im vergangenen Jahr seien aus Karnevalsveranstaltungen rund vier Millionen Euro eingenommen worden, sagte eine Gema-Sprecherin dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag".

Das sei die Summe der Beträge, die die derzeit 4500 bei der Gema registrierten Karnevalsvereine an Gebühren für das Spielen von Musik auf Umzügen, Paraden und Faschingsbällen gezahlt hätten.

Das Geld sei nach Abzug von 14 Prozent Verwaltungskosten an die Urheber der Musikstücke ausgeschüttet worden. Grundsätzlich müssen alle Veranstalter, die Musik vom Tonträger oder live spielen, Gebühren an die Gema entrichten.

Erklärtes Ziel der "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" (Gema) ist es, das "geistige Eigentum der Musikschaffenden zu schützen, ihre Interessen zu vertreten und dafür Sorge zu tragen, dass sie für die Nutzung ihrer Werke angemessen vergütet werden".

Als staatlich anerkannte Treuhänderin verwaltet die Verwertungsgesellschaft nach eigenen Angaben die Rechte von über 60.000 Mitgliedern und über einer Million ausländischen Berechtigten.

Quelle: n-tv.de, AFP

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