Wirtschaft

Wachstum an der Wall Street Goldman Sachs verdient stark

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Das zweite starke Quartal in Folge: Die Zahlen von Goldman Sachs kommen an der New Yorker Börse gut an.

(Foto: dpa)

Der US-Großbank Goldman Sachs geht es offenbar hervorragend: Nach dem zurückliegenden Quartal kann das Finanzschwergewicht Analysten und Aktionären einen satten Gewinnsprung vorlegen. Der Aktienkurs reagiert deutlich.

Ein florierender Handel hat Goldman Sachs im Sommer die Kasse gefüllt. Wie aus dem vor Börsenstart in New York vorgelegten Zwischenbericht hervorgeht, verdiente die führende Investmentbank der Wall Street im dritten Quartal unter dem Strich 2,1 Milliarden Dollar. Das sind 58 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

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Analysten reagierten erleichtert: Bei Gewinn und Einnahmen konnte die US-Großbank die Markterwartungen klar übertreffen. Und: Es ist bereits das zweite Vierteljahr in Folge mit Zuwächsen, nachdem es zuvor vier Quartale am Stück bergab ging.

Rund lief es von Juli bis September - wie schon bei der Konkurrenz - vor allem im Handel: Mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Währungen nahm Goldman Sachs 34 Prozent mehr ein, mit Aktien allerdings nur zwei Prozent.

Branchenweiter Auftrieb

Zuletzt hatten schon andere US-Geldhäuser wie JP Morgan, Citigroup und Bank of America starke Zahlen vorlegen können. Die Schwergewichte der US-Bankenbranche konnten dabei allesamt von ihrem Handelsgeschäft profitieren.

Die allgemeine Lage an den Börsen kam dabei den Anlageprofis in den Handelsräumen der Großbanken entgegen: Die Märkte schwankten im Sommer stark nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt und wegen der Unsicherheit über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank (Fed).

Rückenwind für die Deutsche Bank?

An der Wall Street verteuerten sich Goldman-Aktien im frühen Handel um 1,9 Prozent und lagen damit deutlich fester als der Gesamtmarkt. Goldman-Hauptrivale Morgan Stanley wird seine Quartalsbilanz am Mittwoch vorlegen. Zahlen der Deutschen Bank werden Ende Oktober erwartet. Sie mischt im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren ebenfalls mit, hat aber regelmäßig mit Sonderlasten wegen Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen, die auch dieses Mal die Quartalsbilanz wieder überschatten dürften.

Goldman Sachs hat sein Geschäft nach der weltweiten Finanzkrise von 2007/08 verschlankt und die Kosten gesenkt. Im abgelaufenen Quartal erhöhten sich die operativen Aufwendungen allerdings um zehn Prozent. Die Personalkosten, die viel stärker als bei anderen Unternehmen am Erfolg hängen, schossen um gut 36 Prozent in die Höhe.

Quelle: ntv.de, mmo/rts

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