Wirtschaft

Erwartungen deutlich übertroffen Google-Mutter Alphabet ist im Gewinnrausch

Alphabet kann bei Analysten mit seinen Quartalszahlen punkten: Umsatz deutlich gestiegen, Gewinn auch. Letzteres vor allem durch zwei Sondereffekte. Das wiederum sehen Anleger skeptisch.

Die Google-Mutter Alphabet verdient dank sprudelnder Werbeeinnahmen glänzend. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden Dollar, wie der Internetkonzern mitteilte. Der Überschuss legte 73 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar zu. Der operative Gewinn wuchs von 6,6 Milliarden auf 7,0 Milliarden Dollar.

Sondereffekte im Zuge einer Umstellung der Buchhaltung blähten das Ergebnis aber kräftig auf. Dem Konzern spielten auch die Steuersenkungen der Trump-Regierung in die Karten - die effektive Steuerquote ging im Jahresvergleich von 20 auf 11 Prozent zurück.

Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Anleger reagierten jedoch zunächst unentschlossen, die Aktie stieg nachbörslich in einer ersten Reaktion spürbar an, drehte dann aber wieder leicht ins Minus.

Gewinnmarge im Blick

Auswirkungen des Datenskandals bei Facebook oder der im Mai in Kraft tretenden neuen Datenschutz-Grundverordnung in der EU waren dem Alphabet-Quartalsbericht zunächst nicht zu entnehmen. Das Ergebnis dämpfte zudem die Besorgnis, dass sich Investitionen in neue Geschäftsfelder jenseits des klassischen Suchmaschinen-Bereichs negativ auswirken könnten.

Alphabets Gewinnmargen waren in den vergangenen Quartalen zurückgegangen, nachdem das Unternehmen teure neue Projekte etwa im Cloud-Computing oder im Hardware-Bereich in Angriff genommen hatte.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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