Wirtschaft

"Eines der bestverkauften Produkte" Gopro verunsichert Anleger

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Klein und leicht genug für ungewöhnliche Einstellungen: Ein Model filmt mit einer Gopro-Kamera ihren Weg über den Laufsteg.

(Foto: REUTERS)

Die Eckwerte aus dem Schlussquartal 2014 lassen sich sehen. Mit seinen Actionkameras erwirtschaftet Börsenneuling Gopro unerwartet viel Umsatz. Der Reingewinn steigt. Eine führende Managerin geht. Der Aktienkurs fällt.

Ein gutes Weihnachtsgeschäft hat dem Actionkamera-Spezialisten Gopro zum Jahresende überraschend starke Verkaufszahlen beschert. Im Schlussquartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 75 Prozent auf 634 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte.

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"Gopro war eines der bestverkauften Produkte an den Feiertagen", sagte Firmen-Chef Nicholas Woodman. Der Nettogewinn stieg zum Vorjahr von 33 auf 122 Millionen Dollar (106 Millionen Euro).

Nina Richardson verlässt Gopro

Anleger hatten an den Zahlen aber nur kurz Freude. Für Irritationen sorgte der Abschied einer erfahrenen Führungskraft. Gopro kündigte an, dass die für das operative Geschäft zuständige Managerin Nina Richardson das Unternehmen Ende Februar verlassen wird.

Das kam am Markt nicht gut an: Die Aktie verlor nachbörslich fast drei Prozent. Gopro verkauft kompakte und widerstandsfähige Digitalvideokameras. Sportler und Abenteurer nutzen die Geräte, um sich und ihre Aktivitäten wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Bei Gopro sind Anleger größere Kursausschläge der Aktie bereits gewöhnt: Zuletzt etwa sorgte die Nachricht für Wirbel, der kalifornische Kultkonzern Apple plane, den rasch anwachsenden Markt für Actionkameras mit einem eigenen Kameramodell aufzumischen.

An der Börse werden die Anteilsscheine von Gopro erst seit vergangenem Sommer gehandelt. Zum Debüt an der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete der Aktienkurs einen Sprung von rund 30 Prozent. Am Abend des ersten Handelstags Ende Juni 2014 kostete die Gopro-Aktie 31,34 Dollar.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa