Wirtschaft

Umsatz steigt - Gewinn nicht Heimatmarkt wird für Sky teurer

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Das Spektakel Premier League lässt sich Sky einiges kosten.

(Foto: AP)

Der englische Fußball ist ein kostspieliges Vergnügen. Dem Bezahlsender Sky dünnt dies etwas den Gewinn aus. Besser läuft es auf dem Kontinent.

Der britische Pay-TV-Anbieter Sky hat nach neun Monaten wegen zusätzlicher Kosten für die Premier League und dem schwachen heimischen Werbemarkt weniger in der Kasse. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 rutschte das bereinigte operative Ergebnis auf Jahressicht um elf Prozent auf gut eine Milliarde britische Pfund ab. Das Unternehmen, für das die 21st Century Fox ein milliardenschweres Übernahmeangebot vorgelegt hat, erhöhte aber den Umsatz von 9,15 Milliarden auf 9,64 Milliarden Pfund. Dabei legten die Abonnementseinnahmen um vier Prozent auf 8,13 Milliarden Pfund zu.

In Deutschland und Österreich kletterten die Erlöse um mehr als ein Viertel auf 1,38 Milliarden Pfund. Bereinigt um Währungseffekte lag das Plus bei zehn Prozent. Sky beschrieb das Quartal im Geschäft Deutschland/Österreich als stark, die Werbeeinnahmen seien so hoch wie noch nie gewesen. In dem Dreimonatszeitraum verbuchte Sky Deutschland/Österreich ein Wachstum bei den Neukunden von 73.000. Insgesamt kommt Sky Deutschland/Österreich damit zum Ende des Quartals per Ende März auf 4,9 Millionen Kunden.

Sky-Chef Jeremy Darroch sagte, "wir gehen in einem guten Zustand ins letzte Geschäftsquartal. Ungeachtet der bestehenden Unsicherheiten führen wir unsere Strategie weiter fort und sind für die Gesamtjahresziele auf dem richtigen Weg."

An Sky ist 21st Century Fox mit 39 Prozent beteiligt. Der US-Konzern hatte Sky Mitte Dezember offiziell eine Offerte unterbreitet, in der die 61 Prozent, die Fox noch nicht gehören, mit umgerechnet rund 14 Milliarden US-Dollar und der gesamte Pay-TV-Anbieter mit 23 Milliarden Dollar bewertet wird. Die Übernahme von Sky durch Fox wurde durch die EU-Kommission und die US-Kartellbehörde genehmigt. In Großbritannien prüft die Medienaufsicht das Vorhaben allerdings noch.

Der Medienkonzern 21st Century Fox gehört zum Imperium von Rupert Murdoch. Er und seine Familie sind Großaktionäre von Fox und der News Corp. Zur News Corp gehören zahlreiche britische Zeitungen, darunter die "Sun", die "Times" und die "Sunday Times". Das "Wall Street Journal" und Dow Jones Newswires gehören ebenfalls zur News Corp.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ