Wirtschaft

Insolvenzverwalter warnt Hohes Risiko bei Märklinhilfe

Der Insolvenzverwalter des Modellbahnherstellers Märklin hat vor der sogenannten Märklinhilfe gewarnt. Die Beteiligungsgesellschaft sammle Geld, um Märklin zu kaufen und zu sanieren. Für Anleger sei eine solche Beteiligung risikoreich.

DEU_Arcandor_Unternehmen_Insolvenzen_Liste_Maerklin_FRA137.jpg8463503510674603644.jpg

Geldgeber der "Märklinhilfe" könnten auf hohen Verlusten sitzen bleiben.

(Foto: AP)

Der Insolvenzverwalter des Göppinger Modellbahnherstellers Märklin hat vor der sogenannten Märklinhilfe gewarnt. Mehrere Unternehmer haben die "Märklinhilfe" gegründet, um unter dem Namen MLT Modelleisenbahnen Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin den insolventen Spielwarenhersteller zu retten. Über die Gesellschaft werden Genussrechte ausgegeben und das so eingeworbene Kapital dient dem Kauf beziehungsweise der Sanierung der Firma Märklin, heißt es auf der Internetseite der Gesellschaft. Insolvenzverwalter Michael Pluta teilte unterdessen mit: Eine solche Beteiligung sei für Anleger risikoreich.

"Sollten wir an einen anderen Investor verkaufen, dann bekommen die Anleger nicht ihren vollen Einsatz wieder zurück, sondern einen sehr viel geringeren Betrag", teilte Pluta mit. Zudem führe Märklin derzeit Auseinandersetzung mit MLT, weil diese an österreichische und Schweizer Händler ein Schreiben mit falschen Daten zu Märklin versandt hätten. Der Insolvenzverwalter prüfe in diesem Zusammenhang auch rechtliche Schritte, sagte eine Sprecherin.

Märklin hatte im Februar nach jahrelangen Schwierigkeiten Insolvenz anmelden müssen. Seitdem haben annähernd 600 Gläubiger ihre Forderungen über insgesamt rund 110 Millionen Euro eingereicht. Am Montag werden diese Forderungen geprüft.

Quelle: ntv.de, dpa