Wirtschaft

Weniger Filialen und Stellen HypoVereinsbank baut sich radikal um

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Vieles wird anders - für Mitarbeiter und Kunden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei der HypoVereinsbank bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Die Bank will jede zweite Filiale schließen und Hunderte Stellen streichen. Begründet wird dies mit verändertem Kundenverhalten. Apropos Kunden: Bei denen soll künftig genauer hingeschaut werden.

Die HypoVereinsbank (HVB) will ihr Privatkundengeschäft grundlegend umbauen. Dabei wird einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge auch massiv der Rotstift angesetzt. Demnach könnten fast die Hälfte der gut 580 Filialen geschlossen und 1600 Stellen gestrichen werden. Vorstandschef Theodor Weimer wollte die Zahlen nicht bestätigen, vermied jedoch auch ein Dementi: "Filialen werden geschlossen, weil die Kunden diesen Vertriebsweg nicht mehr nutzen und andere Angebote einfordern", sagte er der Zeitung. Die HVB wollte am Sonntag keine weiteren Details nennen.

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Insgesamt wolle die Bank rund 300 Millionen Euro in die Hand nehmen und vor allem in den Ausbau des sogenannten Multikanal-Geschäfts investieren, sagte Weimer. "Die Kunden kommen immer weniger in die Filialen. Sie nutzen für ihre Bankgeschäfte lieber das Internet, Tablets und Smartphones. Im Jahr 2000 liefen 70 Prozent der Kundenkontakte über Filialen. 2010 waren es noch 30 Prozent. 2015 werden es nur noch fünf Prozent sein."

Bis Ende 2016 seien massive Investitionen in mobile und internetbasierte Angebote sowie in die Attraktivität der Filialen der Tochter der italienische Großbank Unicredit geplant. Über Details spreche das Unternehmen derzeit mit den Arbeitnehmervertretern. Verkaufspläne für die Privatkundensparte gebe es nicht, betonte Weimer. "Es gibt ein ganz klares Bekenntnis von Vorstand und Anteilseigner zum Privatkundengeschäft."

Die Serviceangebote der Bank würden spezifiziert, sagte der Vorstandschef weiter. "Wir haben eine überdurchschnittlich vermögende Klientel. Diesen anspruchsvollen Kunden, die viel Geschäft mit uns machen, werden wir künftig noch bessere Beratung und besseren Service bieten. Sie werden mit allen Produkten auf allen Kanälen von uns bedient." Umgekehrt bedeute dies: "Wir werden nicht mehr mit allen Kunden in jeder Region mit allen Produkten in allen Kanälen tätig sein können. Ein Kunde, für den wir die dritte oder vierte Bankverbindung sind, kann nicht das Gleiche erwarten wie ein Kunde, der sich eng an uns bindet."

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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