Wirtschaft

Kein Problem für Euroland Inflation schwächt sich ab

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Obst gehört zu den Preistreibern.

(Foto: dpa)

Die Teuerungsrate bleibt in der Eurozone im August klar unter zwei Prozent, die EZB-Verantwortlichen können die Vorgänge weiter in aller Ruhe beobachten. Notenbankchef Draghi sieht in naher Zukunft keine größeren Inflationsgefahren.

Der Preisauftrieb in der Eurozone hat im August deutlich nachgelassen. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise auf Jahressicht nur noch um 1,3 Prozent. Im Juli hatte die Inflationsrate 1,6 Prozent betragen.

Die Behörde bestätigte damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre Vorabschätzung. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent, was der Prognose von Ökonomen ebenfalls entsprach. Die EZB strebt mittelfristig eine jährliche Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, was auch als Sicherheitspuffer gegen eine Deflation gedacht ist.

Preistreiber waren vor allem Obst, Elektrizität und Tabak, während Kraftstoffe, medizinische Dienstleistungen und Telekommunikation die Inflation minderten. Ohne Berücksichtigung der Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak verharrte die Jahresteuerung bei 1,1 Prozent. Auch damit wurde die Prognose von Ökonomen erfüllt.

EZB äußerst gelassen

Im Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone um 1,8 Prozent. Im August wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Griechenland (minus 1,0 Prozent), Bulgarien (minus 0,7 Prozent) und Lettland (-minus 0,1 Prozent) gemessen und die höchsten in Estland (3,6 Prozent), den Niederlanden (2,8 Prozent) und Rumänien (2,6 Prozent).

Die EZB sieht auch in naher Zukunft keine größeren Inflationsgefahren. "Der Preisdruck wird mittelfristig gedämpft bleiben", sagte ihr Präsident Mario Draghi. Für dieses Jahr rechnet die EZB mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,4 Prozent, für 2014 sogar nur von 1,3 Prozent.

Quelle: n-tv.de, DJ

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