Wirtschaft

Flucht in den "sicheren Hafen" Investoren setzen auf Gold

Wenn die Finanzmärkte crashen, suchen Anleger nach vermeintlich sicheren Alternativen. Hoch im Kurs nach dem Brexit-Votum der Briten steht Gold. Das Tageshoch erreicht das Edelmetall aber bereits am Morgen.

Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, erschüttert die Finanzmärkte. Neben Aktien-, Devisen- und Anleihemärkten wirbelte das Brexit-Votum auch die Rohstoffmärkte durcheinander. Während der Ölpreis nachgab, war Gold so teuer wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren.

Gold in USD
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Innerhalb kurzer Zeit legte der Preis für eine Feinunze um rund 8 Prozent auf 1360 Dollar zu. Danach pendelte sich er sich um 1320 Dollar ein. Am Abend stand er bei 1313 Dollar, immer noch ein Aufschlag von rund 4 Prozent. Gold gilt in unsicheren Zeiten als ein "sicherer Hafen". Von seinen Höchstständen aus 2011 mit über 1800 Dollar je Feinunze ist der Preis aber noch weit entfernt.

Ölpreis deutlich tiefer

Der Ölpreis verlor dagegen deutlich. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 48,79 Dollar. Das waren 4,2 Prozent weniger als am Donnerstag. Das Tagestief markierte der Preis bei 47,54 Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel etwa 4 Prozent auf 48,09 Dollar. Auch hier lag das Tagestief mit 46,70 Dollar deutlich tieder. Ein Austritt der Briten könne zu weltweiten Konjunktursorgen führen, was sehr schlecht für den Ölmarkt ist, sagte ein Analyst.

In den vergangenen Tagen hatte sich an den Märkten die Überzeugung ausgebreitet, dass die Briten für einen Verbleib in der EU stimmen würden. Am Morgen wurde bekannt gegeben, dass 51,9 Prozent der Referendumsteilnehmer für den Brexit gestimmt haben.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

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