Wirtschaft

Unregelmäßigkeiten auf Energiemarkt JP Morgan steht am Pranger

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JP Morgan will im Einklang mit dem Gesetz gehandelt haben.

(Foto: REUTERS)

JP Morgan bleibt in den Negativschlagzeilen. Nun soll eine Tochter der US-Großbank auf dem Energiemarkt getrickst haben. Die Bundeskommission zur Energieregulierung (FERC) wirft JP Morgan nun Missbrauch beim Bieten vor.

JP Morgan Chase
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Die US-Großbank JP Morgan Chase gerät wegen ihrer Handelstätigkeit auf dem amerikanischen Energiemarkt unter Druck. Eine Tochterfirma des Kreditinstitutes soll mindestens 73 Millionen US-Dollar an "unzulässigen Zahlungen" erhalten haben, teilten US-Behörden jetzt mit.

Die Bundeskommission zur Energieregulierung (FERC) veröffentlichte neue Details zu ihren Ermittlungen. Außerdem beantragte man vor Gericht, dass die Bank mehrere interne E-Mails zu dem Fall herausgeben solle. Davon erhofft man sich weitere Informationen über die Geschäfte des Institutes auf dem Energiemarkt. JP Morgan ließ mitteilen, man habe im Rahmen des Gesetzes gehandelt. Die neuen Vorwürfe beziehen sich auf einen bestimmten Bereich der Bank. Zu dessen Geschäft zählen neben dem Betreiben von Energiestationen auch das Bieten um den Verkauf von Strom gegen andere Firmen.

Die FERC wirft JP Morgan nun Missbrauch beim Bieten vor und bezieht sich dabei auf Dokumente von Stromnetzanbietern in Kalifornien und dem Mittleren Westen der USA. So sei es der Bank gelungen, sich "mindestens 73 Millionen Dollar an unzulässigen Zahlungen" gesichert zu haben. Die Netzanbieter verweisen auf Unregelmäßigkeiten während eines Viermonatszeitraums zwischen März und Juni 2011.

"Es könnte schmutzig werden"

JP Morgan ließ in einer Mitteilung des Unternehmens verlauten, dass man glaube, "in Einklang mit dem Gesetz, den Vorgaben der Aufsichtsbehörden und den Regulatorien am Markt" gehandelt zu haben. "Wir weisen darauf hin, dass die Ermittlungen andauern, und dass man noch zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen ist", hieß es.

In einem bereits veröffentlichten Dokument werden Angestellte von JP Morgan zitiert, die sich zu einer Anfrage eines kalifornischen Netzanbieters äußern. "Ich werde mich darum kümmern", soll ein Banker darin geschrieben haben. "Aber es könnte schmutzig werden."

Quelle: n-tv.de, DJ

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