Wirtschaft

Opfer des schwachen Yen Japanische Airline ist pleite

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Skymark-Chef Masakazu Arimori verkündet die Insolvenz seines Unternehmens.

(Foto: dpa)

Die Politik des billigen Geldes durch Japans Ministerpräsident Abe hat auch negative Auswirkungen. Die Fluggesellschaft Skymark meldet Insolvenz an. Durch den weicheren Yen kann sie bestellte Großraumflugzeuge nicht bezahlen.

Der Wettlauf um die Abwertung der eigenen Währungen führt zu Kollateralschäden: Die drittgrößte japanische Airline Skymark stellte Antrag auf Gläubigerschutz.

Die Kette der unglücklichen Umstände liest sich so: Im Jahr 2011 bestellte die Fluggesellschaft sechs Großraumflugzeuge des Typs A380 bei Airbus. Dann kam die japanische Regierung mit ihrer Politik des billigen Geldes (Abenomics), die die Abwertung des Yen nach sich zog. Dadurch wurden für die Fluggesellschaft die Bestellung zu teuer. Sie stornierte, und die Vertragsstrafe von Airbus brach ihr nun das Genick.

"Als wir den Vertrag mit Airbus gemacht haben, kostete 1 Dollar noch 80 Yen", begründete Verwaltungsratsvorsitzender Takashi Ide den Antrag auf Gläubigerschutz. Die Schwäche der Heimatwährung hätte nicht nur die Flugzeuge viel kostspieliger gemacht, sondern verteuere auch die Kerosinkosten. Derzeit kostet ein Dollar etwa 117,90 Yen. Wegen der Stornierung des Großauftrages im Juli stellt Airbus bis zu 700 Millionen Dollar in Rechnung.

Mit Skymark ist erstmals seit fünf Jahren wieder eine japanische Airline insolvent. Das Unternehmen ist netto mit 71 Milliarden Yen verschuldet, umgerechnet 530 Millionen Euro. Die Stornierungsgebühr für Airbus ist hier noch nicht eingerechnet. Die Gesellschaft ist vorrangig auf Inlandsflügen unterwegs und bedient hier das Billigsegment.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ