Wirtschaft

Dominant im Internet Kartellwächter prüfen Google

Der Expansionsdrang der Internetsuchmaschine Google löst nun auch unter deutschen Wettbewerbshütern Argwohn aus. Nach Beschwerden einer Microsoft-Tochter schaut sich das Bundeskartellamt Googles Geschätfsgebahren näher an.

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In Deutschland läuft ein Verfahren an, und es geht nicht um Plasmalampen.

(Foto: REUTERS)

Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen Google eingeleitet. Die Wettbewerbshüter haben den US-Internetkonzern aber nicht im Verdacht, seine Marktmacht missbraucht zu haben, stellte ein Sprecher der Behörde klar.

Hintergrund der Ermittlungen ist vielmehr der Verdacht, dass Google eine Tochter des Konkurrenten Microsoft benachteiligt, weil diese den Internetkonzern beim Kartellamt angeschwärzt hatte.

Bei solchen Verfahren verhängen die Kartellwächter in der Regel keine dramatischen Bußgelder - anders als im Fall von großen Kartelluntersuchungen, bei denen sie nachweisen können, dass ein Konzern Konkurrenten durch seine herausragende Stellung systematisch mit unlauteren Mitteln an den Rand drängt.

"Wir haben ein Verfahren gegen Google eingeleitet", sagte ein Sprecher des Kartellamts. Demnach wurde Google zwar auch aufgefordert, sich zu den Vorwürfen des Marktmissbrauchs zu äußern, die von der Microsoft-Tochter Ciao und Verlegern ebenfalls erhoben worden sind.

Hierzu gebe es aber kein formelles Verfahren. Im Mittelpunkt stehe stattdessen die von Ciao eingereichte Beschwerde darüber, dass Google sein Verhalten geändert habe, nachdem der Dienstleister von Microsoft übernommen wurde.

Wegen dieser Beschwerde habe Google dann laut Ciao Verhandlungen über einen Werbevertrag abgebrochen.

Quelle: n-tv.de, rts

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