Wirtschaft

Beteiligung am Maintor in Frankfurt Klatten steigt in Luxus-Viertel ein

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Am Main-Ufer entsteht ein völlig neues Stadtviertel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Quandt-Erbin Klatten investiert ein Vermögen in ein Frankfurter Hochhaus, das es noch gar nicht gibt. Es ist Teil eines komplett neu geplanten Luxus-Viertels auf dem früheren Degussa-Gelände.

BMW-Großaktionärin Susanne Klatten kauft einen Büroturm in der Bankenmetropole Frankfurt. Ausgesucht habe sie sich den "Winx"-Turm auf dem neuen MainTor-Areal, wie der Entwickler des Großprojekts Maintor, das Immobilienunternehmen DIC, mitteilte. Dabei handelt es sich um ein Gebäude innerhalb des insgesamt aus sechs Teilprojekten bestehenden Bauvorhabens.

Das Hochhaus soll über 42.000 Quadratmeter Büroflächen beherbergen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Er dürfte aber nicht weit entfernt sein vom Investitionsvolumen, das die Immobilienfirma auf rund 350 Millionen Euro bezifferte. Etwa 60 Prozent des Gebäudes sind bereits vermietet, und zwar an die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment. Baubeginn für den Turm soll Anfang 2015 sein, Ende 2017 soll er fertiggestellt sein. Die DIC bleibt bis zur Fertigstellung für die gesamte Projektentwicklung, die Bauumsetzung sowie die Vermietung verantwortlich.

Das Areal an der Frankfurter Untermainbrücke wurde 2005 von DIC erworben, zwei Jahre später stellte der Immobilienentwickler seine Bebauungspläne vor. Es handelt sich dabei um eines der größten Bauprojekte in Frankfurt auf dem früheren Gelände der Chemiefabrik Degussa. Das gesamte Projekt besteht aus mehreren Wohngebäuden, Bürotürmen sowie Grünanlagen.

Quandt-Familie gehört zu den reichsten Deutschen

Damit sind nun alle sechs Gebäude des Projekts verkauft. Schon im Juni 2011 ging das Maintor Primus an einen privaten Investor. Im August 2012 folgten die Büroflächen und Mietwohnungen in den Gebäuden Panorama und Patio, die von einem Fonds der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe gekauft wurden. Im Dezember 2013 ging das Gebäude Porta an Union Investment als Käufer. Daneben wurden bereits erste Käufer für Eigentumswohnungen in den sogenannten Palazzi gefunden. Die DIC Asset AG ist dabei als Nebeninvestor mit 40 Prozent an der Quartiersentwicklung beteiligt.

Bei den anderen Gebäuden auf dem Gelände griff etwa die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe zu. Auch Union Investment kaufte ein Hochhaus, das die Fondsgesellschaft neben "Winx" selbst nutzen will. Für die Unternehmerin Klatten dürfte das Immobilien-Investment ein Schnäppchen sein: Mit einem Vermögen von 31 Milliarden Euro sind die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt sowie ihre Mutter Johanna zur reichsten Familie Deutschlands aufgestiegen, wie das "Manager Magazin" im Oktober berichtete. Sie besitzen zusammen 46,7 Prozent am Autobauer BMW, dazu den Chemiekonzern Altana sowie Anteile an SGL Carbon und Nordex.

Quelle: n-tv.de, bdk/DJ/rts

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