Wirtschaft

Rückkehr zur Dividendenzahlung Klöckner spart sich zum Gewinn

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rotstift bringt Erfolg: Erstmals seit drei Jahren schreibt der Stahlhändler Klöckner wieder schwarze Zahlen. Doch die Branche leidet unter geringen Preisen. Und so ist der Blick auf die Entwicklung bestenfalls verhalten.

Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) hat im vergangenen Jahr von seinem harten Sparprogramm profitiert und erstmals seit 2011 wieder Geld verdient. An dem Erfolg will KlöCo auch seine Aktionäre teilhaben lassen: Der MDax-Konzern plant, eine Dividende von 20 Cent je Aktie zu zahlen. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen allerdings unter anderem aufgrund des Preisdrucks in der Branche mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses. Vor diesem Hintergrund zeigt sich KlöCo beim Ausblick für das Gesamtjahr vorsichtig.

Klöckner & Co
Klöckner & Co 5,82

Unter dem Strich verdiente der Konzern im vergangenen Jahr 22 Millionen Euro. 2013 war noch ein Verlust von 85 Millionen Euro angefallen. Damit blieb KlöCo leicht hinter den Erwartungen. In den vergangenen Jahren hatten Klöckner & Co branchenweite Überkapazitäten und eine schwache Konjunktur in einigen Ländern zu schaffen gemacht. Der Konzern beschloss daraufhin ein drastisches Sparprogramm: Innerhalb von rund drei Jahren schloss oder verkaufte KlöCo 70 Standorte und strich etwa 2300 Stellen.

Preise sinken "wahrscheinlich" weiter

Dies zahlte sich im vergangenen Jahr auch operativ aus: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf Jahressicht von 124 Millionen auf 191 Millionen. Damit lag die Kennziffer am unteren Ende der von KlöCo prognostizierten Spanne.

Den Absatz stieg um 2,4 Prozent: Das Unternehmen lieferte 2014 knapp 6,6 Millionen Tonnen Stahl an seine Kunden. Das Umsatzwachstum fiel mit einem Plus von zwei Prozent auf 6,5 Milliarden Euro etwas geringer aus. Ursache dafür waren nach Angaben des Konzerns Preisrückgänge in Europa.

Derzeit leidet KlöCo besonders unter den stark gesunkenen Stahlpreisen in den USA sowie rückläufigen Bauaktivitäten in Frankreich. Für das laufende Quartal ist der Konzern deshalb pessimistisch: KlöCo erwartet einen Rückgang des Ebitda von 45 Millionen im Vorjahresquartal auf 15 Millionen bis 25 Millionen Euro.

Die Stahlpreise werden nach Einschätzung des Konzerns "wahrscheinlich" weiter sinken. Vor diesem Hintergrund rechnet KlöCo für das laufende Jahr mit einem "nur leicht" wachsenden Umsatz. Zwar will der Konzern das Ebitda weiter steigern - allerdings sind die Kosten für geplante Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich nicht in der Prognose enthalten.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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