Wirtschaft

2100 Kilometer durch Brasilien Konsortium baut Mega-Stromtrasse

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Baustelle des umstrittenen Wasserkraftwerks in Brasilien.

(Foto: REUTERS)

In Brasilien soll bis 2019 eine neue Trasse Strom von einem umstrittenen Wasserkraftwerk durchs Land transportieren. Das Vorhaben gehört zu den wichtigsten Energieprojekten des Landes.

Ein chinesisch-brasilianisches Konsortium hat sich den Zuschlag für den Bau einer 2100 Kilometer langen Stromtrasse in Brasilien gesichert. Das teilte die Regierung des Landes mit. Die Leitung soll künftig den Strom des noch im Bau befindlichen drittgrößten Wasserkraftwerkes der Welt, dem Belo-Monte-Werk im Amazonas-Gebiet, in Zentralregionen und den Süden Brasiliens leiten.

Das Konsortium "IE Belo Monte" besteht aus zwei Töchtern des staatlichen Energiekonzerns Eletrobras (Furnas und Eletronorte) und der staatlichen chinesischen Firma State Grid, die den Mehrheitsanteil hält. Der Regierung zufolge stellen die Unternehmen dem brasilianischen Staat jährlich 435 Millionen Reais (134 Millionen Euro) in Rechnung. Damit bleiben sie 38 Prozent unter der Höchstvorgabe. Die Zahlungen werden für einen Zeitraum von 30 Jahren fällig.

Für den Bau sind Investitionen von etwa 5 Milliarden Reais (1,5 Milliarden Euro) geplant. Die Trasse soll 2019 fertig sein. Bis dahin sollen unter anderem 4500 Strommasten und 25.000 Kilometer Kabel verlegt werden. Die Trasse gilt als eines der wichtigsten Projekte für Brasiliens Energieversorgung. Das Wasserkraftwerk Belo Monte ist wegen seiner Folgen für die Umwelt umstritten.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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