Wirtschaft

Höheres Kernkapital nötig Lloyds ackert sich hoch

Die Lloyds Banking Group vermindert im dritten Quartal ihre Kosten und Wertminderungen und schreibt einen Gewinn. Das Kernkapital soll bis 2015 auf sechs Prozent von derzeit vier Prozent der so genannten "risikogewichteten Aktiva" steigen.

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Treten auf die Kostenbremse.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die britische Großbank Lloyds hat im dritten Quartal eine Verbesserung im operativen Geschäft verzeichnet und einen Gewinn geschrieben. Gleichzeitig seien die Kosten und die Wertminderungen rückläufig gewesen, teilte das teilverstaatlichte Geldinstitut mit.

In den vergangenen drei Monaten per Ende September habe sich die Nettozinsmarge weiter verbessert. Mit Blick auf die neuen Basel-III-Eigenkapitalregeln sieht sich das Institut nach wie vor "gut positioniert, diese Erfüllen zu können". Nach Basel III brauchen Banken künftig deutlich mehr eigenes Kapital, sie erhalten dank großzügiger Übergangsfristen aber mehr Zeit, dieses Kapital zu bilden.

Das Kernkapital soll bis 2015 auf sechs Prozent von derzeit vier Prozent der so genannten "risikogewichteten Aktiva" steigen. Das sind die vergebenen Kredite und gekauften Wertpapiere, die ausfallen können und für die Bank das Risiko der Zukunft darstellen. Lloyds erklärte weiter, man arbeite weiter an einer Verkleinerung der Bilanz. Zudem würden einige Fazilitäten der Zentralbank beschleunigt zurückgezahlt und man komme den Verpflichtungen nach.

Die Lloyds Banking Group - die im September 2008 aus einer Fusion der Lloyds TSB und der durch die Finanzkrise angeschlagenen HBOS entstanden ist - gehört zu 41 Prozent dem britischen Staat. Lloyds tritt derzeit massiv auf die Kostenbremse und verkleinert sein Geschäft. Erst vor einigen Tagen kündigte die Bank einen weiteren Stellenabbau an.

Quelle: n-tv.de, DJ

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23.04.09