Wirtschaft

"Abrüstung" nach US-Budget Lockheed Martin fliegt der Umsatz weg

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F-35 Lightning II: Eines der durchschlagendsten Verkaufsargumente von Lockheed Martin

(Foto: Reuters)

Der US-Haushaltsstreit schwirrt noch durch die Köpfe. Am Ende steht ein Kompromiss, zu dem auch ein geringerer Wehretat gehört. Die Budgetkürzungen treffen den Rüstungsriesen Lockheed direkt.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin leidet zusehends unter den Budgetkürzungen der US-Regierung. Der Umsatz fiel im ersten Quartal 2014 zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar, wie der Airbus-Konkurrent mitteilte. Das Geschäftsvolumen mit dem US-Militär werde dieses Jahr wohl um sechs Prozent niedriger ausfallen, nachdem es 2013 bereits um vier Prozent zurückgegangen sei. Das Unternehmen ist einer der größten Lieferanten der US-Streitkräfte.

Lockheed Martin
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Weil die Regierung aber spart, hat sich auch Lockheed Martin ein Sparprogramm verordnet. Dabei werden Standorte zusammengelegt und Arbeitsplätze fallen weg. Das kommt dem Gewinn letztlich zugute. Den konnte der Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber um 23 Prozent auf unterm Strich 933 Millionen Dollar hochschrauben.

Lockheed Martin stellt unter anderem F-35-Kampfjets, F-16-Jagdflieger, Drohnen, Satelliten sowie Kriegsschiffe, Raketen und gepanzerte Fahrzeuge her.

Anleger sehen's gelassen

Das Unternehmen betonte zudem, dass es im Ausland weiter eine starke Nachfrage gebe. Zusätzliche Bestellungen für den F-35 dürften aus Australien, Südkorea, Israel und Singapur kommen, vermutlich aber nicht mehr dieses Jahr, sagte Lockheed-Finanzchef Bruce Tanner.

An der Nyse gaben die Titel leicht nach und notierten um 160,50 Dollar. Allerdings haben sie seit Anfang des Jahres bereits rund 20 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, bad/rts/dpa

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