Wirtschaft

Zahlreiche Flüge fallen aus Lufthansa wird bestreikt

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Der erste Warnstreik im März wurde für viele Passagiere zur Geduldsprobe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Passagiere der Lufthansa brauchen Anfang kommender Woche viel Geduld und starke Nerven: Das Bodenpersonal streikt am nächsten Montag an zahlreichen Flughäfen. Hunderte Flüge werden wohl gestrichen, die Airline stellt ihren Flugplan um.

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Im Tarifkonflikt mit der Lufthansa hat die Gewerkschaft Verdi das Bodenpersonal der für Montag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf, Köln und Norderstedt. Die Streiks sollen mit Betriebsbeginn starten. In Berlin soll es nach dem Willen von Verdi bis 14:30 Uhr Streiks geben, in Nürnberg würden die Arbeitsniederlegungen in den Morgenstunden stattfinden. Die frühe  Ankündigung der Warnstreiks solle Reisenden helfen, sich auf die zu  erwartenden Probleme am Montag einzustellen

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, es werde sicherlich zu Ausfällen kommen. Der Flugplan werde umgestellt. Details würden voraussichtlich noch im Laufe des Tages bekanntgegeben. Die Passagiere würden frühzeitig vorgewarnt und könnten sich über die Internet-Seiten des Unternehmens über mögliche Flugausfälle informieren.

Damit fällt der zweite Warnstreik deutlich härter aus als der erste am 21. März. Damals hatte Lufthansa rund 700 Flüge in einem Zeitraum von sieben Stunden gestrichen.

In dem Tarifkonflikt geht es um Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 33.000 Mitarbeitern vor allem aus den Technik- und Serviceeinheiten. Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle kritisierte erneut das am Mittwoch vorgelegte erste Angebot der Lufthansa. Es bedeute für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust und sei keinesfalls hinnehmbar. Lufthansa verweigere Zusagen zur Beschäftigungssicherung und spiele so mit den Ängsten der Mitarbeiter.

Lufthansa hatte die Verdi-Forderung nach 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. An ihren Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und verschobenen Stufensteigerungen hielt Lufthansa ebenso fest, würde dafür aber Jobgarantien im Zuge des laufenden Sparprogramms geben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Ende April geplant.

Quelle: n-tv.de, jga/rts/dpa/AFP

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