Wirtschaft

Von OECD-Liste gestrichen Luxemburg wäscht sich rein

Luxemburg steht nicht mehr auf einer "grauen Liste" von Ländern, die in Steuerfragen nicht ausreichend mit anderen Staaten kooperieren. Budgetminister Luc Frieden sagte in Luxemburg, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) habe mitgeteilt, dass das Großherzogtum nach dem Abschluss von Muster-Abkommen über die Doppelbesteuerung mit zwölf Staaten von der Liste gestrichen worden sei.

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Luxemburg war nach dem G-20-Gipfel Anfang April auf die "graue Liste" gesetzt worden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Wir stehen seit heute Mittag auf der weißen Liste", sagte Frieden. "Das ist eine sehr gute Nachricht für den Finanzplatz Luxemburg." Die Verhandlungen mit Deutschland zögen sich länger hin als mit anderen Staaten. Dies habe auch mit den Vorwürfen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gegen Luxemburg zu tun. Er hoffe jedoch auf ein Abkommen mit Berlin "noch vor Winterbeginn".

Luxemburg war nach dem G-20-Gipfel Anfang April auf die Liste gesetzt worden. Auf dem Treffen hatten die G-20-Staaten ein härteres Vorgehen gegen Steueroasen beschlossen. Zuvor hatte Luxemburg noch eine Lockerung seines Bankgeheimnisses angekündigt, um nicht auf die "Schwarze Liste" der Steueroasen gesetzt zu werden.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa/AFP/rts

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