Wirtschaft

Aufatmen in Augsburg Neuer Kuka-Chef gibt Standortgarantie

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Die Geschäfte liefen zuletzt schlechter als erwartet.

imago/Sven Simon

Der Kauf des Augsburger Roboterbauers Kuka durch die chinesische Midea Group hat keine Auswirkungen auf den Standort Augsburg. Kuka sei und bleibe ein deutsches Unternehmen, sagt der neue Firmenchef Mohnen.

Nach dem überraschenden Führungswechsel beim Augsburger Roboterbauer Kuka hat der neue Unternehmenschef Peter Mohnen den 4000 Mitarbeitern eine Standortgarantie gegeben. "Kuka ist und bleibt ein deutsches Unternehmen", sagte Mohnen der "Augsburger Allgemeinen". "Was wichtig für die Mitarbeiter ist: Midea hat ganz klar bekräftigt, dass die Investorenvereinbarung, die wir bei der Übernahme von Kuka durch Midea geschlossen haben, bis 2023 gilt", betonte er mit Blick auf den chinesischen Mehrheitseigentümer. Das sichere den Standort Augsburg ab.

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Mohnen, der kommende Woche den bisherigen Kuka-Chef Till Reuter ablöst, nannte den Führungswechsel einen normalen Vorgang angesichts der zuletzt schlechter als erwarteten Geschäfte des Roboterbauers. "Schließlich mussten wir dieses Jahr eine Gewinnwarnung herausgeben", sagte der bisherige Finanzchef des Unternehmens. "Jeder Investor hat natürlich dann ein Recht, zu überlegen, wie sich die Geschäftslage verbessert", betonte Mohnen. "So läuft es im Management. Das hat nichts mit China zu tun. Ein Investor aus einem anderen Land hätte genauso gehandelt, vielleicht sogar schon früher."

Kuka soll "wetterfester" gemacht werden

Wenn dann auch noch die Märkte und der Aktienkurs deutlich nach unten gehen, sei die Gemengelage problematisch, betonte Mohnen. "Unser Geschäft in China hat bisher nicht die Erwartungen erfüllt", räumte er ein. "Natürlich braucht Kuka Veränderung", kündigte der neue Kuka-Chef an. Er wolle das Unternehmen "wetterfester" machen. Das betreffe insbesondere die schnellere Umsetzung von Innovationen in Produkte. Dabei gehe es aber nicht um einen Stellenabbau. "Kuka ist ein gesundes Unternehmen, aber die Konjunktur kühlt sich ab", sagte Mohnen und verwies insbesondere auf die Autoindustrie, deren Aufträge 50 Prozent des Kuka-Umsatzes ausmachen.

Dabei verwies er auch auf China. "Auf dem chinesischen Markt sind 2018 erstmals seit etwa 20 Jahren die Auto-Zulassungszahlen rückläufig", erklärte der Manager. Kuka wolle deshalb mehr Anwendungsmöglichkeiten für die Robotik weltweit und in vielen Branchen erschließen, sagte Mohnen, der bislang als Interims-Chef des Unternehmens angekündigt wurde. "Dieses Wort Interim ist mir nicht wichtig, das ist Sache des Aufsichtsrats", fügte er hinzu. "Mein Ziel ist es, dass Kuka ein Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Chinesen wird."

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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