Wirtschaft

Für Banken soll es Dollar regnen Notenbanken versorgen alle

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Der warme Dollar-Regen kommt den Banken gerade recht.

(Foto: REUTERS)

In einer gemeinsamen Aktion wollen die führenden Zentralbanken der Welt Kreditinstitute mit Geld versorgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe entschieden, in Absprache mit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie den Zentralbanken aus Großbritannien, Japan und der Schweiz Banken zu einem festen Zinssatz mit Dollars auszustatten, teilte die EZB mit. Die Aktion solle drei Mal in den kommenden drei Monaten von statten gehen.

Im Oktober, November und Dezember sollen jeweils drei Monate laufende Dollar-Refinanzierungsgeschäfte aufgelegt werden. Diese ergänzen die bereits seit Mai 2010 laufenden wöchentlichen Dollar-Tender. Die erste Geldmarktoperation beginnt Mitte Oktober und läuft bis Anfang Januar. Der dritte und letzte Tender endet dann Anfang März. Alle drei Geschäfte würden zum Festzins bei voller Zuteilung an alle teilnehmenden Banken abgewickelt.          

Am Finanzmarkt sorgte der Coup der Notenbanker für steigende Kurse vor allem von Finanztiteln. Dax , EuroStoxx und der europäische Bankenindex zogen kräftig an. Der Euro legte ebenfalls kräftig zu. An der Pariser Börse verteuerten sich die Anteilsscheine von BNP Paribas sogar um 22 Prozent. Aktien von Societe Generale und Credit Agricole zogen um zehn Prozent. In Frankfurt ging es für das Papier der Deutschen Bank ebenfalls um zehn Prozent nach oben.          

Hintergrund der Aktion sind Refinanzierungsprobleme am Dollar-Interbankenmarkt. Dollar waren zuletzt in Europa Mangelware, vor allem französische Geldhäuser hatten dem Vernehmen nach öfter Probleme. Der Hauptgrund für die Dollar-Knappheit: Zahlreiche US-Geldmarktfonds hatten sich wegen der Börsenturbulenzen seit dem Sommer zuletzt aus Europa zurückgezogen. Damit wurde es für viele hiesige Banken zunehmend schwieriger sich zu refinanzieren. Aus Frankreich hatte es immer wieder geheißen, dass es keine Probleme gebe. Deutsche Banken kamen angeblich in der Masse stets an ausreichend Dollar.

Quelle: n-tv.de, sla/AFP/rts

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