Wirtschaft

Es geht um Milliarden Oldtimer werden zum Wirtschaftsfaktor

Etwa jedes siebte in Deutschland zugelassene Auto ist 15 Jahre oder älter. Mehrere Millionen dieser sogenannten Classic Cars fahren also hierzulande noch auf den Straßen herum. Die Branche hat längst erkannt, welches Milliardenpotenzial da schlummert.

Die auf deutschen Straßen immer zahlreicheren Oldtimer werden für die Kfz-Branche zunehmend zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Für die rund 6,5 Millionen sogenannter "Classic Cars" im Alter ab 15 Jahren geben ihre Besitzer jährlich 14,1 Milliarden Euro aus, heißt es in einer Studie der Autoverbände VDA und VDIK sowie des Kfz-Gewerbes. Darin sind Anschaffung und Sprit noch nicht enthalten, sondern Kosten für Wartung, Reparatur, Versicherungen und Zubehör.

Etwa jedes siebte in Deutschland zugelassene Auto ist 15 Jahre oder älter. Die Szene ist allerdings deutlich zweigeteilt. Denn 61 Prozent der erfassten Wagen werden von ihren Besitzern noch täglich benutzt, über 11.000 Kilometer im Jahr bewegt und sind im Schnitt mal gerade noch 2000 Euro wert. Die Besitzer dieser Wagen wenden relativ wenig Geld für ihre Autos auf und sind für die Branche in erster Linie als künftiger Käufer eines Neuwagens oder eines jungen Gebrauchten interessant.

"Oldtimer"-Besitzer sind zahlungsfreudiger

Das wirtschaftlich eigentlich interessante Klientel mit seinen über 30 Jahre alten "Oldtimern" oder gut gepflegten, nur in der Freizeit genutzten "Youngtimern" greift deutlich tiefer in die Tasche, haben Marktstudien und die Befragung von 1700 Besitzern solcher Autos ergeben. Einen Oldtimer lassen sich die Fans im Jahr durchschnittlich 5300 Euro kosten, bei den Freizeit-Youngtimern sind es 2900 Euro. Das Kfz-Gewerbe hat auf die Nachfrage mit dem Zusatz-Zertifikat "Fachbetrieb für historische Fahrzeuge" reagiert.

Quelle: ntv.de, bad/dpa