Wirtschaft

Verlust von fast acht Prozent RWE-Aktien stürzen auf neuen Tiefstand

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"Für Unmut sorgt, dass nun auch die Geschäfte in Großbritannien nicht so gut laufen", sagte ein Händler.

(Foto: dpa)

Untergangsstimmung bei den Aktionären von RWE: Die frischen Geschäftszahlen sind schlechter als erwartet, und der Kurs der Aktie rauscht in der Folge nach unten. Mit etwas mehr als 17 Euro kosten die Aktien so wenig wie noch nie vor Beginn der Datenaufzeichnung.

Während die Aktien der meisten großen deutschen Konzerne im Dax stiegen, stand am Ende des deutschen Leitindex weit abgeschlagen das Papier des Energiekonzerns RWE. Bis zum Ende des Handelstages verloren die Aktien fast acht Prozent und fielen auf 16,83 Euro. Mit dem Tagestief bei 16,80 Euro markierte die Aktie den tiefsten Kursstand seit Bloomberg im August 1992 mit der Aufzeichnung der Preisdaten begonnen hatte. Im laufenden Jahr hat die Aktie damit rund ein Drittel an Wert verloren. Der Dax legte im selben Zeitraum mehr als elf Prozent zu.

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Der Gewinnschwund im ersten Halbjahr hat RWE am Donnerstag zu schaffen gemacht. "Für Unmut sorgt, dass nun auch die Geschäfte in Großbritannien nicht so gut laufen", sagte ein Händler. Laut Vorstandschef Peter Terium kämpft RWE auf der Insel mit operativen und technischen Problemen. Hauptproblem des Versorgers sind neben den Sorgen ums Großbritannien-Geschäft aber weiter die auf den tiefsten Stand seit Jahren gefallenen Strom-Großhandelspreise.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 3,186 Milliarden Euro. "Es herrscht einfach Verdruss darüber, dass der Weg der Restrukturierung so lang ist und RWE nicht wie Eon das traditionelle Kraftwerksgeschäft abspaltet ", sagte ein Börsianer.

Quelle: n-tv.de, kst/rts/DJ

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