Wirtschaft

"Muss erstmal kompensiert werden" Raabs Abgang belastet ProSieben-Aktie

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Die wirtschaftlichen Folgen des Verlustes für ProSiebenSat.1 sind laut Experten nur schwer zu quantifizieren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Rückzug von Stefan Raab aus dem TV-Geschäft verliert ProSiebenSat.1 eines seiner Zugpferde. Anleger reagieren zunächst empfindlich auf die Neuigkeit, die Aktie sinkt ab. Analysten sehen den Konzern vor neuen Investitionen, um den Weggang zu kompensieren.

Der Abschied des TV-Moderators Stefan Raab vom Fernsehgeschäft belastet die Aktie von ProSiebenSat.1. Das Papier gibt am Morgen um mehr als zwei Prozent auf knapp 41 Euro nach. Danach stabilisiert sich die Aktie in einem schwachen Marktumfeld jedoch mit einem Minus von noch 1,2 Prozent. ProSieben habe ihm eine mehrjährige Vertragsverlängerung angeboten, was ihn sehr geehrt habe, sagte Raab. Dennoch habe er sich anders entschieden. Wofür, das ließ er offen.

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Die wirtschaftlichen Folgen des Verlustes des TV-Moderators Stefan Raab seien für ProSiebenSat.1 nur schwer zu quantifizieren, sagte Harald Heider von der DZ Bank. Seine Formate "TV-total", "Schlag den Raab" und "Wok-WM" wiesen jedoch überdurchschnittliche Einschaltquoten in ihren jeweiligen Zielgruppen auf. Diese werde der Sender im kommenden Jahr kompensieren und in neue Unterhaltungsformate investieren müssen. Das bislang positive Verhältnis von Kosten und Einnahmen zu wahren, nannte der Analyst nach dem Weggang Raabs eine "Herausforderung". Heider bekräftigte seine Verkaufsempfehlung.

Die ProSiebenSat.1-Aktie hatte im vergangenen Monat langsam an Boden verloren, nachdem sie stark ins Jahr gestartet war. Von ihrem Mitte April erreichten Allzeithoch von 49,34 Euro ist sie mittlerweile wieder ein gutes Stück entfernt.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/rts

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