Wirtschaft

Absatz geht zurück Radeberger beklagt Preiskrieg

Radeberger hält an der Strategie fest, Marge vor Menge zu stellen. Dennoch macht der anhaltende Preiskampf auf vor der zur Oetker-Gruppe zählenden Brauereigruppe nicht halt. So gehen die sogenannten Konsumbiere (Sternburg, Hansa) schlechter.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschlands größte Brauereigruppe Radeberger hat im vergangenen Jahr erneut weniger Bier verkauft. Der Absatz sank 2010 um zwei Prozent auf 13,1 Millionen Hektoliter, wie das zur Oetker-Gruppe zählende Unternehmen mitteilte. Der komplette Markt verlor etwa drei Prozent Menge.

Trotz des geringeren Absatzes konnte Radeberger nach eigenen Angaben seinen Umsatz um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern. Die Verluste sogenannter Konsumbiere wie Sternburg oder Hansa seien teils von höherpreisigen Bieren (Jever, Ur-Krostitzer) und Mineralwasser (Selters) aufgefangen worden. Verluste mussten das Flaggschiff Radeberger, die Weizen-Marke Schöfferhofer und die neu erworbene Bio-Limo "Bionade" hinnehmen.

Radeberger-Chef Albert Christmann beklagte den ruinösen Preiskrieg auf dem extrem angespannten Biermarkt, an dem sich Radeberger nicht beteiligt habe. "Bier ist 2010 in Deutschland zu unfassbaren, vor zwei oder drei Jahren undenkbaren Preisen regelrecht verramscht worden. Das hat manchem Markenhersteller wehgetan, das hat Marge gekostet und vor allem mühsam aufgebaute Markenwerte mit einem Federstrich infrage gestellt." Mit den Preisschlachten sei am Ende nicht mehr Menge verkauft worden, sagte Christmann.

Radeberger werde auch in diesem Jahr an der Strategie festhalten, Marge vor Menge zu stellen, erklärte der Brauer. Er rechne damit, dass die Preisschlachten im Handel unverändert weitergingen, während auf der anderen Seite die Rohstoffpreise zum Beispiel für Getreide explodierten. Gleichzeitig stiegen die Preise für Energie, Glas, Kronkorken und Papier. Damit stehe das Thema Preiserhöhungen in diesem Jahr auf der Tagesordnung.

Quelle: n-tv.de, dpa

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