Wirtschaft

Niederlande fordert Euro-Notausgang Rutte schlägt Exit-Klausel vor

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(Foto: AP)

Der Einstieg in die Eurozone ist bislang unumkehrbar, ein Austritt aus der Währungsgemeinschaft schlicht nicht vorgesehen. Der niederländische Regierungschef Rutte will das nun ändern - und dafür zur Not auch EU-Verträge korrigieren.

Euro / US-Dollar
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Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat sich als Konsequenz aus der Schuldenkrise für eine Ausstiegsklausel aus der europäischen Währungsunion ausgesprochen.

"Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Eurozone verlassen darf, falls es das wünscht", sagte Rutte der "Süddeutschen Zeitung" und drei anderen europäischen Blättern laut Vorabbericht. Im Moment könne ein Land den Euro nur über einen Austritt aus der Europäischen Union verlassen. Die Niederlande seien bereit, dazu die EU-Verträge zu korrigieren.

Zugleich forderte Rutte verstärkte Anstrengungen, den Euro stabiler zu machen. Als Volk von Händlern und Exporteuren seien die Niederlande auf eine stabile Währung angewiesen. Dafür sei es "überlebenswichtig, dass sich alle Euro-Länder an die Versprechen halten, die sie gegeben haben, als sie die Währung einführten."

Nur so sei der Euro glaubwürdig, betonte Rutte. Ziel der Europäer sollte es sein, den Euro zu stärken, glaubwürdiger zu machen und den Dollar als Weltwährung anzugreifen.

Als direkter Nachbar Deutschlands zählen die Niederlande zu den wichtigsten Handelspartnern der deutschen Wirtschaft.

Quelle: ntv.de, rts

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