Wirtschaft

Rund 10 Prozent an zwei Tagen Setzt Lufthansa-Aktie zum Höhenflug an?

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Lufthansa-Kurs steigt seit zwei Tagen deutlich.

(Foto: imago stock&people)

Manchmal braucht es nicht viel, damit sich Anleger aus der Deckung wagen. Bei der Lufthansa reichen überraschend gute Passagierzahlen, um den Papieren der Kranich-Airline Flügel zu verleihen. Aber wie nachhaltig ist das Ganze?

Die Aktien der Deutschen Lufthansa sind erneut der Topgewinner im Börsenleitindex Dax. Nachdem die Titel bereits am Dienstag 5 Prozent zulegen konnten und Topgewinner waren, kletterten die Papiere zur Wochenmitte in der Spitze um mehr als 4,5 Prozent und pendelten sich dann bei einem Aufschlag von rund 3 Prozent ein. Auslöser des Kurs-Höhenflugs sind überraschend gut ausgefallene Beförderungszahlen. 

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Der Lufthansa-Konzern hatte am Dienstag gemeldet, im September 10,8 Millionen Passagiere befördert zu haben - ein Anstieg von 5,2 Prozent. Der europäische Hauptkonkurrent Air France-KLM kam nur auf 2,8 Prozent. Alle Sparten trugen zum Wachstum der Passagierzahlen bei, insbesondere die mit großen Hoffnungen versehene Billig-Airline Eurowings, die die Zahl der Fluggäste um 10,6 Prozent steigerte.

Begünstigt wurde diese positive Entwicklung allerdings von einem Basiseffekt: Im Vorjahreszeitraum waren wegen je eines Tages Streik auf der Kurz- und der Langstrecke viele Flüge ausgefallen. Positiv entwickelte sich aber das Frachtaufkommen. Hier war die Auslastung der Maschinen um 2,8 Punkte auf 65,9 Prozent gestiegen.

Pull-Back oder doch nachhaltig?

Nach zwei Wochen Abwärtstrend sei die Aktie extrem überverkauft gewesen, sagte ein Händler zur Kursentwicklung. Der Kurs hat ein kurzfristiges Trading-Kaufsignal gegeben, denn den Abwärtstrend dieser jüngsten Abwärtswelle habe die Lufthansa-Aktie nun gebrochen, kommentierte ein anderer Marktteilnehmer. Die nächsten Widerstände lauerten aber schon bei gut 10,50 Euro und dann besonders beim mittelfristigen Abwärtstrend bei gut 10,80 Euro. Erst darüber verbesserte sich die Lage signifikant.

"Die Frage ist, ob sich die Lage wirklich durchgreifend bessert", so der Akteur. Zumindest von den Ölpreisen komme nun anhaltender Gegenwind. "Und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", ergänzte er mit Blick auf die guten Verkehrszahlen. Er sprach von einer "Pull-Back-Erholung".

Quelle: ntv.de, bad