Wirtschaft

Erfinder des modernen Rennskis Skifabrikant Franz Völkl ist tot

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Franz Völkl im Jahr 1989. Ein Jahr später beginnt für das Unternehmen die wirtschaftliche Talfahrt.

(Foto: Marker Völkl International)

Sein "Renntiger" macht ihn legendär: Ski-Tüftler Franz Völkl. Nun ist der frühere Chef des niederbayerischen Unternehmens Völkl im Alter von 87 Jahren gestorben.

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Leichtes Material, ausgefallene Muster: Franz Völkl verändert die Skiwelt.

(Foto: Marker Völkl International)

Zebrastreifen und Tigermuster: Mit Franz Völkl zieht Design in den Skisport ein. Aber nicht nur die Optik ist für ihn entscheidend, sondern auch das Material. Nun ist der Erfinder der modernen Carbon-Skitechnologie im Alter von 87 Jahren gestorben. Das bestätigt seine Tochter Margit Völkl-Reinhardt dem "Straubinger Tagblatt", das bereits zu Wochenbeginn eine entsprechende Todesanzeige veröffentlicht hatte.

Bekannt geworden ist der frühere Chef des niederbayerischen Unternehmens Völkl als "Vater" des legendären Renntigers. Seinen Namen verdankt der Ski seinen tigerähnlichen Streifen. Das Modell entwickelt sich ab 1973 zu einem Kassenschlager im Wintersport. Zunächst ein reiner Metallski, kommt beim Renntiger erstmals Carbon zum Einsatz. 

Das Unternehmen von Franz Völkl geht auf eine Wagnerei zurück, die sein Großvater etwa 1895 gründet. Im Jahr 1923 beginnt die Firma in Straubing mit der Produktion von Holzskiern. Franz Völkl übernimmt die Fabrik 1952 von seinem Vater, Franz Völkl senior. Sie entwickelt sich zu einem der weltweit bekanntesten Skihersteller, der in Glanzzeiten bis zu 850 Menschen beschäftigt.

In den 1990er Jahren beginnt eine wirtschaftliche Talfahrt, an deren Ende das Familienunternehmen verkauft werden muss. Der Schweizer Sportartikelhändler Gregor Furrer übernimmt mit weiteren Investoren die Straubinger Fabrik.

Quelle: n-tv.de, jli/dpa

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