Wirtschaft

Hohes Ansehen für Unternehmer Studie: Deutschland wird zur Gründernation

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Vor allem deutsche Frauen sind sehr viel mutiger, Unternehmen zu gründen, als in den USA.

(Foto: imago/Westend61)

Firmengründer genießen in Deutschland ein höheres Ansehen als in der vermeintlichen Gründernation USA. Die Bereitschaft hierzulande, sich selbstständig zu machen ist hoch, die bürokratischen Hürden allerdings auch. Ausgeprägt ist auch die Angst.

Firmengründer genießen in Deutschland einer Studie zufolge mehr Ansehen in der Gesellschaft als in den USA und mehr Menschen trauen sich den Schritt hierzulande auch zu. Dabei würden aber die bürokratischen Hürden in Deutschland als höher eingestuft und auch an das notwendige Geld für den Aufbau eines eigenen Geschäfts kämen die Gründer schwerer.

Jeder Zweite in Deutschland findet der Umfrage zufolge, dass Unternehmensgründer hierzulande in der Gesellschaft mehr Anerkennung als Angestellte genießen. Die Studie hatte der Versicherungskonzern Axa in Auftrag gegeben.

Eine parallele Befragung in den USA habe "auch für uns überraschende Vergleichsergebnisse" geliefert, erklärte Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der Axa Deutschland. Demnach sei die gesellschaftliche Wertschätzung für Gründer im Vergleich zu Angestellten in den USA mit 38 Prozent deutlich niedriger. Für die Studie befragte das Institut Yougov im Oktober 1034 Menschen in Deutschland und 1145 Teilnehmer in den USA.

Viel Potenzial für Firmengründungen

Der Umfrage zufolge ist auch die Bereitschaft, ein Unternehmen zu gründen, in Deutschland etwas höher. 44 Prozent der Erwachsenen würden sich das zutrauen, in den USA sind es 42 Prozent. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, aus der statistisch die meisten Unternehmensgründer kommen, ist der Unterschied mit 47 Prozent zu 41 Prozent in den USA deutlicher.

"Viel Potenzial für vermehrte Unternehmensgründungen in Deutschland ist also da", resümiert Buberl. Auch zeigten Frauen in Deutschland weit mehr Gründermut als Amerikanerinnen (39 zu 32 Prozent), was insbesondere am vergleichsweise sehr hohen Ausbildungsniveau der Frauen in Deutschland liegen könnte.

Als bedeutsam erachteten die Menschen in beiden Ländern die Entwicklung neuer Produkte, Technologien, Verfahren oder Dienstleistungen. In Deutschland stünden Innovationen im Bereich Gesundheit und Medizin oben auf der Liste, es folgten Bildung und Erziehung. Hierzulande hielten jedoch unter den 25- bis 44-Jährigen zwei von drei Befragten eine Unternehmensgründung für schwierig, in den USA nur 57 Prozent. Jeder zweite Erwachsene in Deutschland bemängele zudem eine fehlende Absicherung. Das seien drei Mal mehr als in den USA.

Auch die Furcht vor zu großer Verantwortung und die Angst zu scheitern sei in Deutschland viel ausgeprägter. Wirtschaft und Staat würden in der Pflicht gesehen. 81 Prozent der Deutschen wünsche sich eine stärkere Zusammenarbeit zwischen bestehenden Firmen und jungen  Unternehmen, 82 Prozent eine stärkere Förderung als bislang. 

Quelle: n-tv.de, bdk/rts

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