Wirtschaft

Gute Konjunktur Tariflöhne steigen

Nach Tarif bezahlte Arbeitnehmer können sich nach zwei mauen Jahren 2012 teils wieder über deutlich mehr Geld in der Tasche freuen. Für 2013 werden bis zu 6,6 Prozent mehr Gehalt gefordert.

«Noch weniger drin, aber immer noch der gleiche Preis», kritisieren die Verbraucherschützer. (Bild: dpa)

Die Löhne deutscher Arbeitnehmer sind 2012 so stark gestiegen wie seit drei Jahren nicht mehr. Die monatlichen Tarifverdienste erhöhten sich im Schnitt um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ein größeres Plus gab es zuletzt 2009 mit 2,8 Prozent. 2011 wuchsen die Löhne um 1,5 Prozent, 2010 um 1,6 Prozent.

Den deutlichen Anstieg zum Vorjahr erklärten die Statistiker damit, dass die Tarife entweder im Jahresverlauf oder in den beiden Boomjahren zuvor abgeschlossen wurden. "Die Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011 beruhten dagegen zum Teil noch auf Verträgen, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt worden waren", hieß es. "Diese sahen entsprechend niedrige Tarifsteigerungen vor."

Forderungen bis zu 6,6 Prozent

In der Lohnrunde 2013 stehen Gespräche in Schlüsselbereichen an wie der Metall- und Elektroindustrie, am Bau und im öffentlichen Dienst der Länder. Die bisherigen Tarifforderungen der Gewerkschaften bewegen sich zwischen 5,0 und 6,6 Prozent.

In den einzelnen Branchen entwickelten sich die tariflichen Monatsverdienste im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich. Die größte Steigerung erhielten die Beschäftigten in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, im Öffentlichen Dienst sowie in Erziehung und Unterricht mit jeweils 3,0 Prozent.

Am kleinsten fielen die Steigerungen im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (jeweils 2,1 Prozent) und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (1,8 Prozent) aus. Im Verarbeitenden Gewerbe - zu dem die Metall- und Chemieindustrie gehören - stiegen die Tarifverdienste um 2,8 Prozent. 

Quelle: ntv.de, rts

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