Wirtschaft

"E"-Start nach Rückrufserie Toyota steht in USA unter Strom

Bei Hybrid-Autos gehört Toyota zu den Vorreitern, in den USA ist man Marktführer. Bei Elektroautos fährt der weltweite Branchenprimus aber hinterher. Das soll sich ändern: In den USA wollen die Japaner nach der imageschädigenden Pannenserie der vergangenen Monate nun das Erfolgsmodell Prius unter Strom setzen.

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Toyota Prius als Elektroauto: In Australien gibt es das Modell schon. Nun soll damit der US-Markt aufgerollt werden.

(Foto: REUTERS)

Nach diverser rufschädigenden Rückrufaktionen in den USA forciert der weltgrößte Autobauer Toyota die Entwicklung reiner Elektroautos. So soll eine batteriegetriebene Version des Marktführers "Prius" bis 2012 in den USA eingeführt werden, wie Entwicklungschef Takeshi Uchiyamada mitteilte. Toyota wolle von der E-Version des "Prius" im Jahr der Markteinführung 20.000 Stück auf seinem wichtigsten Markt verkaufen. Das Auto werde 3000 bis 5000 Dollar mehr als die Hybrid-Version des Prius kosten.

Der angepeilte Preis von unter 28.000 Dollar würde den elektrisch angetriebenen "Prius" zum billigsten Öko-Auto seiner Klasse machen. Konkurrent General Motors bietet sein vergleichbares Modell "Volt" für 41.000 Dollar in der Kategorie der Luxusautos an.

Terrain zurückerobern

Toyota kündigte darüber hinaus an, bis 2012 sechs neue Hybrid-Modelle anzubieten, die mit einem Mix aus herkömmlichen Treibstoffen und Elektrizität fahren. Damit hätte der Autobauer 20 derartige Fahrzeuge in seiner Angebotspalette. Anders als Konkurrenten wie GM und Nissan hat Toyota mit der Entwicklung von Elektroautos gezögert.

Parallel dazu entwickelt Toyota derzeit mit Tesla eine Elektro-Version des Geländewagens RAV4. Die Arbeiten liefen zufriedenstellend, teilte Toyota mit. Es sei aber nicht sicher, dass das Fahrzeug bis 2012 auf den Markt komme.

Toyota hatte erst Ende August wegen Motorproblemen 1,13 Millionen Autos der Modelle Corolla und Corolla Matrix zurückgerufen. Zuvor musste der japanische Konzern bereits mehrere Millionen Pkw wegen Gaspedal-Problemen in die Werkstätten hollen.

Quelle: ntv.de, bad/rts

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