Wirtschaft

Corona-Verdachtsfall Tüv zieht Mitarbeiter von BER-Baustelle ab

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Der Flughafen soll nach jahrelanger Verzögerung Ende Oktober in Betrieb gehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Corona-Verdachtsfall bringt den inzwischen siebten Eröffnungsversuch des Hauptstadtflughafens BER ins Wanken. Laut einem Medienbericht zieht der Tüv alle Mitarbeiter umgehend von der Baustelle ab. Auch die für April geplante Evakuierungsübung steht auf der Kippe.

Aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls hat der Tüv am Mittwoch alle Mitarbeiter am neuen Hauptstadtflughafen BER umgehend von der Baustelle abgezogen. Darüber berichtete das Magazin "Business Insider". Nach Tüv-Angaben ist das eine Vorsorgemaßnahme, um Infektionen zu vermeiden. Die Kollegen erledigten ihre Arbeit im Homeoffice, etwa Dokumentationen und Berichterstellungen. "Aktuell entsteht dadurch kein Zeitverzug für unsere Tätigkeiten am BER", sagte ein Tüv-Sprecher.

Der Flughafen soll nach jahrelanger Verzögerung Ende Oktober in Betrieb gehen. Die BER-Verantwortlichen wollen bis Monatsende die Baufertigstellung melden. Dazu fehlt noch eine Tüv-Freigabe für die Kabelarbeiten im Terminal. Über den Stand des Projekts beriet der Aufsichtsrat des Unternehmens am Flughafen Tegel. Die reguläre Sitzung war aus Termingründen um einen Tag vorgezogen worden und wird wenn nötig am Freitag fortgesetzt.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bringt unterdessen auch die Pläne für eine Ende April vorgesehene Evakuierungsübung mit knapp 1000 Teilnehmern durcheinander, wie ein Flughafensprecher sagte. Er sei aber zuversichtlich, dass es dafür eine Lösung gebe. Der größer angelegte Abschnitt des Probebetriebs mit insgesamt 20.000 Freiwilligen beginnt planmäßig erst Ende Juni.

Quelle: ntv.de, jki/dpa