Wirtschaft

Umstrittenes Herbizid Dicamba US-Behörde genehmigt Unkrautvernichter

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Sojablätter auf einem Feld in Wisconsin: Sie wurden wahrscheinlich durch Dicamba beschädigt, das in der Nähe versprüht wurde.

(Foto: REUTERS)

Seit Jahren sorgt Dicamba für erbitterten Streit unter US-Farmern: Das Herbizid vernichtet nicht nur Unkraut, sondern auch Nutzpflanzen, die genetisch nicht verändert wurden. Obwohl der Verkauf des Mittels zwischenzeitlich per Gerichtsbeschluss verboten wurde, gibt es die US-Umweltbehörde nun frei.

Grünes Licht für Bayer und BASF: Die US-Umweltbehörde EPA hat den Unkrautvernichter Dicamba trotz großer Kritik für fünf Jahre genehmigt. "Mit der heutigen Entscheidung haben Landwirte die nötige Planungssicherheit für ihre Anbausaison 2021", verkündete EPA-Leiter Andrew Wheeler. Die Zulassungen betreffen die Produkte XtendiMax und Engenia der deutschen Hersteller Bayer und BASF sowie Tavium Plus der Schweizer Syngenta.

Die Entscheidung der EPA ist allerdings umstritten. Im Juni erst war der Verkauf von Dicamba in den USA nach Klagen juristisch untersagt worden, ein Gericht in San Francisco hatte dem Umweltamt Fehler bei der ursprünglich 2018 erteilten Zulassung attestiert und dem Unkrautvernichtungsmittel die Registrierung entzogen. EPA-Chef Wheeler betonte, dass die nun erteilte Genehmigung mit neuen Kontrollmaßnahmen einhergehe, die eine sichere und umweltschonende Anwendung der Produkte gewährleisten solle.

Dicamba sorgt schon lange für Aufregung und Zwist in der Landwirtschaft. Das Herbizid vernichtet nicht nur Unkraut, sondern auch Nutzpflanzen - sofern diese nicht aus genetisch modifizierter Saat stammen. Dass Dicamba auf benachbarte Felder weht und die Ernte dort beschädigt, führt seit Jahren zu erbitterten Fehden zwischen US-Farmern. Bekannt machte das Mittel vor allem der 2018 von Bayer übernommene US-Saatgutriese Monsanto, der auch hinter dem nicht weniger umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat steht.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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