Wirtschaft

Lehren aus Lyft-Börsengang? Uber setzt Aktien-Preisspanne niedriger an

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Hauptaktivität von Uber ist nach wie vor die Vermittlung von Fahrangeboten. Der Börsengang soll dem Unternehmen mehrere Milliarden bringen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Finanzwelt fiebert dem Börsengang von Uber entgegen, doch die Euphorie bekommt einen kleinen Dämpfer. Mit einem zweistelligen Milliardengewinn darf das Unternehmen wohl rechnen, die Marke von 100 Milliarden Dollar beim Unternehmenswert wird der US-Fahrdienstvermittler wohl verpassen.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber will mit seinem Börsengang rund zehn Milliarden Dollar (knapp neun Milliarden Euro) einnehmen. Ausgeben wolle das Unternehmen 207 Millionen Aktien zum Preis von 44 bis 50 Dollar, heißt es in den bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten. Uber wäre damit an der Börse 74 bis 90 Milliarden Dollar wert - weniger als die ursprünglich erhofften 100 Milliarden Dollar.

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Uber wurde erst 2009 gegründet und gilt als das größte der sogenannten Einhörner-Startups, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Das Unternehmen wird von privaten Investoren kräftig unterstützt.

Das Unternehmen strebt eine Führungsrolle bei der Entwicklung selbstfahrender Autos an. Hauptaktivität von Uber ist aber nach wie vor die Vermittlung von Fahrangeboten über Smartphone-Apps. Das Unternehmen ist damit in mehr als 60 Ländern aktiv und zu einer Konkurrenz für die etablierten Taxiunternehmen geworden.

Lyft-Börsengang als Warnung

Der Ruf des Unternehmens hat in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Berichte über Sexismus und Aggressionen am Arbeitsplatz allerdings gelitten. Uber-Chef Dara Khosrowshahi, der den Posten im August 2017 vom umstrittenen Firmengründer Travis Kalanick übernahm, will die Unternehmenskultur grundlegend reformieren.

Im März ging auch Ubers kleinerer Rivale Lyft an die Börse, der bisher nur in den USA und Kanada aktiv ist. Lyft schraubte den Ausgabepreis seiner Aktien bis auf 72 Dollar hoch, der Börsengang galt zunächst als Erfolg, doch in den vergangenen Wochen geriet der Kurs stark unter Druck. Analysten vermuten, dass dies auch ein Grund für Ubers eher vorsichtig gesetztes vorläufiges Ziel beim Emissionserlös ist.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP/dpa

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