Wirtschaft

Prognose bleibt bestehen Ukraine-Krise belastet Henkel

Die politische Großwetterlage in Osteuropa setzt Henkel zu. Der Konsumgüterkonzern verzeichnet im abgelaufenen Quartal einen sinkenden Umsatz. Die Profitabilität verbessert sich allerdings. Das Dax-Unternehmen ist schuldenfrei.

Der stark in Osteuropa engagierte Konsumgüterkonzern Henkel bekommt die Auswirkungen der Ukraine-Krise zu spüren. Das Dax-Unternehmen gehe aufgrund des sich zuspitzenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland "von negativen Einflüssen auf das Marktumfeld aus", erklärte Vorstandschef Kasper Rorsted.

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Die Profitabilität konnte die Düsseldorfer jedoch dank der laufenden Effizienzprogramme erneut verbessern und dabei die Analystenerwartungen übertreffen. Der Umsatz sank im Quartal um 3,5 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro. Organisch, das heißt wechselkurs- und portfoliobereinigt, legten die Erlöse jedoch um 3,3 Prozent zu. Das war allerdings etwas weniger als im ersten Quartal, als das organische Wachstum noch bei 4,3 Prozent lag. Alle drei Geschäftsbereiche - Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie die Klebstoffe - trugen zu dem Plus bei.

Das bereinigte Ebit stieg um 2,1 Prozent auf 674 Millionen Euro und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Die bereinigte Umsatzrendite legte um 0,9 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent zu. Das Nettoergebnis stieg auf 441 von 418 Millionen Euro.

Henkel kann dabei trotz der Zukäufe in den vergangenen Monaten weiter auf eine gute Finanzlage blicken. So ist das Unternehmen weiter schuldenfrei, die Nettogeldanlage stieg auf 156 Millionen Euro, das sind 300 Millionen mehr als im Vorjahresquartal.

Kein Rütteln an der Prognose

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Konzern. So soll der organische Umsatz um drei bis fünf Prozent und das bereinigte Ergebnis je Aktie im hohen einstelligen Bereich steigen. Die bereinigte Umsatzrendite soll auf etwa 15,5 Prozent zulegen.

Angesichts des schwierigen Marktumfeldes und des sich zuspitzenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland warnte Henkel jedoch vor einem schwächeren Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie im zweiten Halbjahr. In den ersten sechs Monaten war dieses um 8,4 Prozent gestiegen. Bei der Umsetzung Mittelfristplanung bis 2016 sieht Henkel sich auf einem guten Weg.

Quelle: ntv.de, wne/DJ/rts

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