Wirtschaft

Nach Kursrutsch Wall-Street-Analysten sehen Bitcoin-Absturz

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Bitcoin sorgt nicht nur für viel Energieverbrauch, sondern auch für jede Menge Gesprächsstoff.

(Foto: REUTERS)

Seit Anfang des Jahres hat die Kryptowährung Bitcoin kräftig an Wert gewonnen. Der Höhenflug könnte jetzt allerdings ein Ende gefunden haben. Und wie sollen Anleger jetzt reagieren?

Während Bitcoin sich noch nicht vom Rücksetzer des vergangenen Wochenendes erholt hat, stellt sich die Frage: Wie geht es weiter für die Kryptowährung? Geht es nach Anhängern der Charttechnik, sieht es nicht besonders gut aus. Das Finanzportal Bloomberg hat sich in der Branche umgehört - und dort werden die Stimmen lauter, die Verluste voraussagen.

"Das Aufwärts-Momentum wird schwächer", sagt Michael Purves von Tallbacken Capital Advisors. Aus rein technischer Perspektive betrachtet spreche immer weniger dafür, dass sich die Rallye der vergangenen Monate kurzfristig fortsetze.

Das sieht JP Morgan auch so. Als es die letzte Male deutlich abwärts ging, seien die Bitcoin-Käufer stets zurückgekehrt. Das habe einen noch tieferen Fall verhindert. Jetzt sei das aber anders, so die Analysten. Derzeit sei Beunruhigung zu spüren. Wenn die Kryptowährung nicht bald wieder die Marke von 60.000 Dollar überschreite, werde der positive Trend zusammenbrechen.

Derzeit kostet ein Bitcoin rund 54.000 Dollar, zwischenzeitlich war der Preis auf fast 65.000 Dollar geschossen. Trotz des jüngsten Rücksetzers hat der Kurs seit Jahresbeginn um rund 90 Prozent zugelegt.

Und sollte es tatsächlich abwärts gehen: Wie tief wäre der Fall? Das sei schwierig zu sagen, so Analyst Purves. Das hänge davon ab, wie sich die großen, institutionellen Investoren verhalten. "Während das Aufwärts-Momentum durchaus in Schwierigkeiten kommt, ist unklar, wie groß das Abwärtsrisiko ist." Es sei durchaus möglich, dass sich die Kryptwährung in der Nähe des gegenwärtigen Niveau konsolidiere. Einen Rat hat Purves allerdings: "Wenn Sie Gewinne gemacht haben, scheint es eine gute Gelegenheit zu sein, sich erstmal an die Seitenlinie zu stellen."

Quelle: ntv.de, jga

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