Wirtschaft

Unentbehrlich für Akkus Warnung vor Lithium-Mangel

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Im Uyuni-Salzsee in Bolivien befindet sich das weltweit größte Lithium-Vorkommen.

(Foto: REUTERS)

Eine stark wachsende Nachfrage nach Batterien für Elektroautos droht einer Studie zufolge zu einem Engpass bei der weltweiten Versorgung mit Lithium zu führen. "Hier bahnen sich strukturelle Versorgungsdefizite an", heißt es in der Analyse, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und die Berenberg Bank vorstellten. Nach heutigem Stand der Technik sei das Metall für die Herstellung moderner Hochleistungs-Akkus unentbehrlich, da sich bisher nur mit ihm hinreichende Speicherkapazitäten und Wirkungsgrade erzielen ließen.

Weltweit arbeiten zahlreiche Autohersteller und Zulieferer an serientauglichen Elektroantrieben. Sogenannte Lithium-Ionen-Akkus gelten heute als aussichtsreichste Lösung für die Versorgung von Elektro- und Hybridautos mit Strom. Sie kommen unter anderem auch in Laptops und Mobiltelefonen zum Einsatz.

Die erschließbaren Vorräte von Lithium, das vor allem in Chile, Argentinien, Brasilien, Bolivien und in der chinesischen Unruheprovinz Tibet abgebaut wird, belaufen sich der Studie nach auf nur vier Millionen Tonnen. Derzeit würden bereits 93.000 Tonnen pro Jahr abgebaut. Die Nachfrage drohe das Angebot zu übersteigen und zu "erheblichen Preissteigerungen" zu führen. Bereits jetzt sei eine Verteuerung zu beobachten.

Quelle: ntv.de, AFP

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