Wirtschaft

Ehrenpräsident Senn hat es eilig Weber soll schneller zur UBS

Die Schweizer Großbank UBS will den milliardenschweren Zocker-Skandal auch personell möglichst bald hinter sich lassen. Ehrenpräsident Senn will deshalb den bisherigen Präsidenten Villger schon zur kommenden Hauptversammlung durch Ex-Bundesbanker Weber ersetzen.

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"Occupy Paradeplatz": Hilft ein rascher Wechsel Webers?

(Foto: REUTERS)

Der Ehrenpräsident der Schweizer Großbank UBS, Niklaus Senn, hat angeregt, den geplanten Führungswechsel zum ehemaligen Bundesbank-Chef Axel Weber auf den kommenden Mai vorzuziehen. Der bisherige Präsident Kaspar Villiger solle nach dem Milliarden-Betrugsskandal eines UBS-Händlers bereits zur Hauptversammlung im Mai 2012 aus dem Amt scheiden, regte der 84-jährige Ehrenpräsident in der Schweizer "SonntagsZeitung" an.

Weber sei ein international anerkannter Banker, der Führungswechsel sei dann eine "definitiv" geregelte Sache, sagte Senn. Bislang war vorgesehen, dass Weber im Mai 2012 in den Verwaltungsrat der Bank gewählt wird, um 2013 die Nachfolge Villigers anzutreten.

Am 15. September war bekannt geworden, dass ein Londoner UBS-Händler der Bank durch illegale Geschäfte einen Verlust in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar eingebrockt hatte. Er sitzt derzeit in einem Londoner Gefängnis. Der Vorstandschef der UBS, Oswald Grübel, trat wenige Tage später zurück.

Weber hatte im Februar überraschend seinen Rückzug als Präsident der Bundesbank verkündet. Bis dahin hatte er als aussichtsreicher Kandidat für den Chefposten bei der Europäischen Zentralbank gegolten.

Quelle: ntv.de, nne/AFP